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Augsburg

03.07.2020

So sehen die Pläne für die Messe Grindtec im November in Augsburg aus

Die beiden AFAG-Geschäftsführer Thilo und Henning Könicke präsentieren das Messeplakat für den neuen Termin im November.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Die Weltleitmesse Grindtec soll im November in Augsburg stattfinden. Der Veranstalter erklärt, warum er trotz unsicherer Zeiten an den Erfolg glaubt.

Die Grindtec gilt als die wichtigste Weltleitmesse für Schleiftechnik und ist zugleich die größte Messe, die in Augsburg stattfindet. Sie ist damit auch eine Art Aushängeschild für den Standort. Dass der Veranstalter Afag sie nach der Absage im März nun vom 10. bis 13. November 2020 durchführt, ist daher aus Sicht der Stadt Augsburg ein wichtiges Signal: „Wir müssen zurück zur Normalität, die Durchführung der Messe ist ein erster Schritt dorthin. Ich freue mich, dass wir in diesen ungewissen Zeiten einen Klassiker in Augsburg präsentieren können“, sagt Augsburgs Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle. Auch die Gastronomiebranche sowie Messebauer oder Caterer aus der Region dürften aufatmen, dass die Messe zurück kommt.

Dafür haben Thilo und Henning Könicke, Geschäftsführer des Veranstalters Afag, zusammen mit ihrem Team und in Absprache mit den Behörden ihr Konzept für den international besetzten Branchentreff an Corona angepasst und jetzt vorgestellt. Neben den üblichen Regeln wie der Einhaltung der Niesetikette, dem Verzicht aufs Händeschütteln oder der regelmäßigen Handhygiene gehört auch das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung in gekennzeichneten Flächen dazu. Ausnahmen sind Treffen an Tischen – egal ob zum Essen oder für geschäftliche Gespräche. „Hier muss dann aber der Kontakt des jeweiligen Gesprächspartners erfasst werden“, sagt Thilo Könicke.

Grindtec: Abstandsregeln sind in den Messehallen kein Problem

Insgesamt sieht sich die Afag gut gerüstet, um die bestmögliche Sicherheit für Besucher und Aussteller zu bieten. Dass die Messehallen vorübergehend geschlossen werden müssen, weil zu viele Gäste kommen und die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden können, fürchten Könickes nicht. „Die Maximalzahl an Besuchern, die wir pro Tag nicht überschreiten dürfen ist höher, als die Zahl der gesamten Gäste in den vergangenen Jahren“, klären die beiden Geschäftsführer auf.

Grintec
16 Bilder
Grintec Werkzeuge und Schleifen
Bild: Anne Wall

Insgesamt werden 640 Aussteller (für den Märztermin waren 650 gemeldet) aus 32 Ländern erwartet, die eine Fläche von rund 50.000 Quadratmetern belegen. Damit ist jeder Zentimeter des Messegeländes ausgenutzt. Gezeigt werden unter anderem neue Maschinen, innovative Techniken und Neuentwicklungen aus verschiedenen Breichen der Schleiftechnikbranche. Dazu hätten sich während der Corona-Krise viele neue Geschäftsmodelle mit großem wirtschaftlichen Potenzial aufgetan, für deren Weiterentwicklung erste Ideen präsentiert werden sollen.

Wer nicht in Augsburg sein kann, kann digital teilnehmen

Dass dies in gewisser Weise auch auf den Messeveranstalter Afag gzutrifftt, zeigt ein anderes Beispiel: Für Aussteller und Besucher, die aufgrund von Reisebeschränkungen oder anderen Gründe nicht selbst teilnehmen können, wird erstmals eine digitale Möglichkeit geschaffen, miteinander in Kontakt zu treten. Das mache auch flexibel, wenn sich kurzfristig etwas an der Zusammenstellung der Aussteller ändert.

Flexibilität ist bei dieser Grindtec ohnehin gefragt, denn kaum einer kann abschätzen, wie die Lage im November sein wird. Doch auch darauf ist die Afag vorbereitet. „Der Markt ist aktuell dauernd in Bewegung. Wenn an einer Stelle ein Aussteller absagt, meldet sich aber an anderer Stelle ein neuer, mit dem wir bislang nicht gerechnet haben“, ist Henning Könicke überzeugt. So sei es bereits seit der Verschiebung im März gewesen.

Messeveranstalter müssen oft schnell reagieren

Dass Aussteller, beispielsweise aus China, wegen negativer Entwicklungen plötzlich geschlossen absagen müssen, sei unwahrscheinlich. „Nicht jeder Stand einer chinesischen Firma wird auch von chinesischen Mitarbeitern betrieben. Da sitzt dann vielleicht jemand aus der europäischen Niederlassung.“ Generell seien es Messeveranstalter gewohnt, schnell auf neue Gegebenheiten zu reagieren. „So war es im Fall des 11. September oder bei politischen Entwicklungen oder auch beim Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull, als alle plötzlich festsaßen“, so Thilo Könicke. Noch sei es immer gelungen, passende Lösungen zu finden. Und so wird es auch diesmal sein, ist er überzeugt.

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