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Augsburg

18.06.2020

So sieht das neue Wohnheim des Bayernkollegs in Augsburg aus

So sieht der Neubau des Bayernkolleg-Wohnheims in Lechhausen aus. Er bietet Platz für 61 Bewohner.
Bild: Bernd Hohlen

Plus Fast alle Apartments im neuen Wohnheim des Bayernkollegs in Augsburg sind bezogen. Der Umzug in die ehemalige Pädagogische Hochschule verzögert sich allerdings noch.

Seit Jahren wird an der Ecke Schillstraße/Hans-Böckler-Straße in Lechhausen gebaut. Im Herbst 2016 begann die Sanierung der ehemaligen Pädagogischen Hochschule. Das denkmalgeschützte Gebäude wird einmal das Bayernkolleg beherbergen. Die Generalsanierung verzögert sich – mit der Fertigstellung wird erst im Sommer 2021 gerechnet. Was aber in diesen Wochen bereits bezogen werden kann, ist das neu gebaute Wohnheim: Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit hat das Staatliche Bauamt Augsburg den knapp neun Millionen teuren Bau vor wenigen Wochen fertiggestellt.

So sieht es im neuen Wohnheim des Bayernkollegs aus

50 der 61 Apartments sind bereits belegt. Schulleiterin Stefanie Boser und Wohnheimleiter Alexander Mattler führen durch den Neubau. Das ehemalige Wohnheim war nicht nur in die Jahre gekommen – es entsprach auch nicht mehr den heutigen Anforderungen. So verfügte es beispielsweise nur über Gemeinschaftssanitärräume. Nun verfügen nicht nur 56 Apartments des Wohnheims, die 18 Quadratmeter groß sind, über ein eigenes Bad. „Fünf weitere Wohnungen haben ebenfalls eine eigene Nasszelle und sind barrierefrei. Drei davon stehen Müttern mit Kind zur Verfügung, zwei sind für Menschen mit Beeinträchtigung. Mit diesem Angebot wollen wir auch stärker in das Thema Inklusion einsteigen“, sagt Stefanie Boser.

Blick in eine Wohnung im Wohnheim des Bayernkollegs.
Bild: Bernd Hohlen

Die Zimmer sind zweckmäßig mit Schreibtischen, Betten und Schränken aus Ulmenholz ausgestattet. Daneben stehen den Schülern Gemeinschaftsküchen mit Balkonen, ein Waschmaschinenraum sowie Freizeit- und Musikräume zur Verfügung. Auf den Gängen des Wohnheims gibt es weitere Treffpunkte: Sitzecken wurden in Erkern integriert, die als Lerninsel dienen können. „Anfang des neuen Schuljahrs sollen dann alle Zimmer vergeben sein“, sagt Alexander Mattler.

Schulleiterin Stefanie Boser und Wohnheimleiter Alexander Mattler im Neubau des Bayernkolleg-Wohnheims.
Bild: Bernd Hohlen

Das Bayernkolleg Augsburg ist eine staatliche Bildungseinrichtung, an der junge Erwachsene nach einer Berufstätigkeit oder einer berufsbezogenen Ausbildung ohne Schulgebühren zu zahlen auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur erwerben können. Boser: „In Bayern gibt es insgesamt nur sechs Kollegs.“ Derzeit ist das Bayernkolleg mit einem Schülerrückgang konfrontiert, den Schulleiterin Stefanie Boser mit dem Fachkräftemangel in Verbindung bringt. „Früher haben viele junge Erwachsene nach ihrem Ausbildungsabschluss keine Stelle bekommen und deshalb erst einmal das Abitur nachgeholt. Nun bekommen alle ein Jobangebot.“ Seit vielen Jahren arbeitet Boser am Bayerkolleg und kennt dieses Auf und Ab der Schülerzahlen. Das neue Schülerwohnheim und das bald fertig sanierte neue Lehrumfeld werden die Attraktivität des Augsburger Bayernkollegs freilich auch wieder erhöhen, sagt Boser.

2011 drohte die Schließung des Bayernkollegs in Augsburg

Die Einrichtung ging 1966 an den Start. Die derzeitigen Räumlichkeiten an der Ecke Schillstraße/Hans-Böckler-Straße sind stark sanierungsbedürftig. 2011 drohte deshalb die Schließung des Kollegs, was zu massiven Protesten führte. Sie waren mit Erfolg gekrönt.

Die Einrichtung bleibt in Augsburg und kommt künftig in der ehemaligen Pädagogischen Hochschule unter, die derzeit noch für über 30 Millionen Euro saniert wird. Der Bau wird energetisch saniert, barrierefrei gestaltet und bekommt eine Mensa.

Blick auf die im Bau befindliche Kindertagesstätte für 25 Kinder.
Bild: Bernd Hohlen

Und es gibt auch weitere Neuerungen: Ein Spielplatz mit Rutsche und Sand schmiegt sich auf die Rückseite der ehemaligen Pädagogischen Hochschule. Dort werden künftig die Kita-Kinder des Bayernkollegs spielen. „Das Bayernkolleg erhält eine eigene Einrichtung. 25 Kinder werden dort Platz finden“, sagt Stefanie Boser. Die Kita soll im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden.

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