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Augsburg

13.05.2010

So sieht der Königsplatz in Zukunft aus

So sieht der neue Kö aus.

Über die Verkehrsplanung rundherum wird noch heftig gestritten, die bauliche Gestaltung des neuen Königsplatzes ist seit Mittwochabend schon einen Schritt weiter. Von Stefan Krog

Über die Verkehrsplanung rundherum wird noch heftig gestritten, die bauliche Gestaltung des neuen Königsplatzes ist seit Mittwochabend schon einen Schritt weiter: In sieben Metern Höhe soll am Königsplatz künftig eine triangelförmige Dachkonstruktion aus Aluminium die wartenden Fahrgäste vor Wind und Wetter schützen.

In der Mitte des Platzes wird ein dreieckiger Pavillon aus Glas stehen. Dieser Entwurf einer Architektengemeinschaft aus Berlin und Augsburg ging mit großer Mehrheit aus einem Realisierungswettbewerb der Stadtwerke als erster Sieger hervor.

Die Jury und Stadtwerkechef Norbert Walter wollen heute die Öffentlichkeit über die Begründung für ihre Wahl informieren. Ab diesem Freitag sind die eingereichten Entwürfe auch öffentlich zu besichtigen. Das Gebäude wird prägend für den Eingang zur Innenstadt und zur Fußgängerzone sein. Täglich sind dort gut 100 000 Fahrgäste unterwegs. "Es ist klar, dass der Hochbau am Königsplatz eine hohe Qualität haben muss, weil er an städtebaulich herausgehobener Stelle steht", so Walter. Insgesamt, so die Vorgabe des Wettbewerbs, darf die Bebauung des Königsplatzes 4,5 Millionen Euro kosten. Zuschüsse fließen dafür lediglich im Bereich Haltestellenüberdachung.

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Die soll künftig mehr Platz bieten. Weil das Betriebsgebäude im Gegensatz zu jetzt ins Innere des Dreiecks verlagert wird, ist an den Bahnsteigkanten mehr Platz für Fahrgäste als bisher. Elf Meter breit sind die überdachten Bereiche künftig - bei der aktuellen Lösung ist es teils nur gute Gehsteigbreite.

In der Hauptverkehrszeit sorgt das für so großes Gedränge, dass Personal die Trams von außen abfertigen hilft. Auch an den Außenbahnsteigen wird es statt der Wartehäuschen künftig lange Dächer wie am Bahnhof geben. Nachts soll das Haltestellendreieck wie eine Leuchtskulptur von innen heraus leuchten. Der Pavillon im Inneren wird eine Außenstelle der Leitstelle der Verkehrsbetriebe beherbergen sowie Geschäfte, WCs und ein kleines Kundencenter der Stadtwerke für Fahrkartenverkauf und die Energiesparte. "Berücksichtigt wurde der bisherige Raumbedarf mit gewissen zusätzlichen Räumen", so Walter.

Der erste Siegerentwurf stammt vom Architektenteam atelier pk (Berlin) und den Architekten Schuller+Tham (Augsburg). Atelier pk hatte bereits 2007 den ersten Realisierungswettbewerb Kö für sich entschieden, der dann aber wegen des Bürgerentscheids in dieser Form hinfällig war. Den zweiten Preis machte das Büro Herrmann+Öttl (München), den dritten die Architektengemeinschaft Wunderle/Stumpf (Steppach/Augsburg).

Mosaikstein im Paket Mobilitätsdrehscheibe

Die Hochbaugestaltung des Königsplatzes gilt als Mosaikstein im Gesamtpaket Mobilitätsdrehscheibe (Kö- und Bahnhofsumbau, neue Tramstrecken). Das alte Haltestellendreieck aus den 70er-Jahren soll abgerissen werden, weil der Königsplatz als Knotenpunkt den Anforderungen nicht mehr genügt. Zusätzliche und längere Bahnsteige sind zwingend, um die größeren Trams und den Verkehr durch die Linie 6 bewältigen zu können. Der Umbau soll kommendes Jahr richtig in Fahrt kommen, doch aktuell gibt es wegen der damit verbundenen Neugestaltung des Autoverkehrs noch heftigen Streit. Stefan Krog

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