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Augsburg

11.10.2019

So soll das neue Polizeirevier Augsburg-West aussehen

Ein markantes Gebäude an der Ackermann-Straße: So sieht der Entwurf des Münchner Büros Schwinde Architekten für die neue Polizeiinspektion Augsburg-West aus.
Bild: Silvio Wyszengrad (Repro)

Es gibt erste Entwürfe, wie das neue Großrevier auf dem Reese-Areal aussehen könnte. Dort werden auch Ermittler einziehen, die besonders abgeschirmt werden müssen.

Es ist kein normales Gebäude, auch wenn man das von außen nicht sofort sieht. Das Bauwerk, das in den nächsten Jahren auf dem Reese-Areal in Augsburg-Kriegshaber, direkt an der Bürgermeister-Ackermann-Straße, entstehen soll, ist für die Planer eine Herausforderung. Es geht um ein neues Polizeirevier, die Inspektion Augsburg-West. Zudem sollen dort auch Extremismus-Ermittler, Verkehrspolizisten und Einsatzzüge untergebracht werden. Deshalb soll das Haus nicht nur gut aussehen, es muss auch gut gesichert sein.

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Seit dieser Woche gibt es einen ersten Entwurf, wie das Polizeigebäude aussehen könnte. Es wird an einer städtebaulich prominenten Stelle errichtet, direkt an der viel befahrenen Ausfallstraße Richtung Westen. Das staatliche Bauamt hat Wert auf eine anspruchsvolle Gestaltung gelegt und einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Dessen Ergebnisse stehen nun fest. Die Jury, in der unter anderem Architekten und Polizeibeamte vertreten waren, entschied sich unter 14 Teilnehmern für einen Entwurf des Münchner Büros Schwinde Architekten. Markant ist die Fassade: Sie soll aus Ziegel-Fertigteilen im typisch rötlichen Farbton bestehen, durchbrochen von eher schmalen Fenstern. An der Südseite ist das Gebäude fünf Stockwerke hoch.

Neues Polizeigebäude: Planer mussten viele Anforderungen erfüllen

Es gab eine Reihe von Anforderungen, die von den Planern erfüllt werden mussten. Das Haus muss so gesichert sein, dass Besucher nicht einfach in die Räume gehen können. Deshalb wird im Eingangsbereich eine Art Schleuse benötigt. Einige Büros, etwa die der Extremismus-Ermittler, müssen zusätzlich geschützt werden. Sie dürfen nur mit einer speziellen Berechtigung betreten werden. Außerdem sollen sie von außen nicht einsehbar sein. Ähnliches gilt auch für Räume, die künftig für spezielle Sonderkommissionen der Kriminalpolizei zur Verfügung stehen sollen.

Der Entwurf des Münchner Büros Schwinde erfüllt die Anforderungen. Die Fenster der Büros sind fast alle nach innen, zu zwei Höfen, gerichtet. Die Flure liegen direkt hinter der Ziegelstein-Fassade. Eine Ausnahme sieht der Entwurf aber vor: Die Räume der Polizeiinspektion West sollen Transparenz ausstrahlen – und deshalb im Erdgeschoss hinter großen Fensterflächen liegen.

Die Fassade wird von roten Ziegelsteinen dominiert.
Bild: Silvio Wyszengrad

Allerdings ist offen, ob sich das so umsetzen lässt. Bei der Polizei gibt es wegen der vielen sensiblen Themen, die zum Arbeitsalltag auf einem Revier gehören, Bedenken, zu viele Einblicke zu gewähren. In der neuen Inspektion West sollen die Reviere in Pfersee und Oberhausen zusammengelegt werden. Es ist der letzte Schritt zu einer neuen Polizeistruktur.

Im Polizeipräsidium Augsburg-West sollen 120 Beamte arbeiten

Begonnen wurde diese Umstrukturierung schon im Jahr 2009. Im Kern geht es darum, kleine Reviere zu größeren und schlagkräftigeren Einheiten zu verschmelzen. Nach anfänglicher Skepsis ist dieses Konzept polizeiintern nicht mehr umstritten. Im neuen Revier für den Westen der Stadt sollen rund 120 Beamte arbeiten. Insgesamt werden in dem Neubau rund 270 Menschen tätig sein. Kalkuliert wird mit Kosten von rund 18 Millionen Euro. Für den Baubeginn wird der Zeitraum 2021/2022 angepeilt.

Die Ergebnisse werden im Mazda-Museum am Senkelbach bis 17. Oktober gezeigt. Das Museum ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Zugang zur Wettbewerbsausstellung ist kostenlos.

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Die Diskussion ist geschlossen.

12.10.2019

Sieht aus "wie von der Stange" und dazu braucht man einen teuren Architekturwettbewerb! "Kalkuliert wir mit Kosten um 18 Mio Euro". Das ich nicht lache, bei Baubeginn 2021/22(!) sind dann die "kalkulierten Kosten" schon bei 25 Mio und wenn fertig, können die froh sein, wenn sich die kosten von der ursprünglichen Kalkulation nicht verdoppelt haben. Warum muss man jetzt noch 2 - 3 Jahre mit dem Baubeginn (Fertigstellung vielleicht dann 2024?) warten, wenn eh schon dringend Bedarf vorhanden ist?!?

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11.10.2019

Häßlich wie die Nacht. Warum immer teure Experimente mit "ausgefallener" Architektur. Ein einfaches Bauwerk würde den selben Zweck erfüllen. Ach so, ja, zahlt ja der Steuerzahler...

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