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Presseball 2018

08.11.2018

So stehen Sie einen Abend in Stöckelschuhen besser durch

Edeltraud Breitenberger ist Stöckelschuhtrainerin und gibt hier Tipps, wie es sich ohne Probleme stöckeln lässt.
Bild: b-edel.de

Eine High-Heels-Trainerin verrät, worauf Frauen bei der Absatzwahl achten sollten, wie viele Zentimeter optimal sind und was gegen Fußschmerzen hilft.

Viele Frauen wollen bei einem festlichen Ereignis wie dem Presseball mit ihren hohen Absätzen glänzen. Was können Sie ihnen raten?

Edeltraud Breitenberger: Es kommt ganz darauf an, wie gut die Frauen im Umgang mit hohen Schuhen trainiert sind und wie gut sie ihre Balance – besonders mit dünnen Absätzen – halten können.

Welcher Absatz eignet sich denn für Anfänger?

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Breitenberger: Der Absatz sollte weder zu hoch noch zu dünn sein. Eine Wedge-Sohle ist sicherlich kein klassischer Ballschuh, aber für diejenigen gut geeignet, die noch keine Ballnächte mit hohen Absätzen durchgestanden haben.

Wem empfehlen Sie einen Schuh mit Plateau-Sohle?

Breitenberger: Eine Plateau-Sohle gibt generell einen guten Halt, vor allem beim Gehen. Das muss aber kein sehr hohes Plateau sein. Da reicht schon ein Zentimeter. Vor allem kräftigere Damen haben es damit leichter. Geübte Damen tanzen jedoch generell nicht mit Plateauschuhen, denn klassische Tanzschuhe haben kein Plateau.

Viele Frauen und auch Männer finden aber gerade Stilettos mit einem ganz dünnen, langen Absatz sexy.

Breitenberger: Aber auf einem langen, dünnen Absatz müssen die Damen erst einmal die Balance halten können, sonst wackeln sie beim Gehen, und das sieht weniger elegant aus. Wer einen Absatz in Trichterform hat, tut sich da schon leichter, weil er mehr Halt gibt. Generell sollte der Absatz in der Mitte der Ferse beginnen und nicht ganz am Ende. Diese Variante macht schönes Gehen fast unmöglich.

Was ist für Sie ein schöner Gang?

Breitenberger: Ich finde einen aufrechten, dynamischen Gang sehr elegant. Da muss alles passen: Die Frau muss sich in ihrem Körper und mit ihrem Schuh wohlfühlen. Je höher der Absatz, desto mehr Hüftbewegung ist jedoch erforderlich. Wer nicht aufrecht geht und einen Rundrücken macht, die Schultern hängen lässt, bekommt während einer langen Ballnacht mit Sicherheit Fußschmerzen. Das ganze Gewicht lastet so auf den Ballen.

Früher oder später tun Frauen auf einem Ball doch immer die Füße weh.

Breitenberger: Deshalb sollten Besucherinnen eines Balls generell ein zweites Paar Schuhe dabeihaben. Es müssen ja keine Ballerinas sein, aber vielleicht Schuhe, die einen niedrigeren Absatz haben. Wenn sie spätabends die Schuhe tauschen, damit sie besser tanzen können, dann merkt es sicher niemand. Es ist allemal besser, als wenn die Füße schmerzen. Wenn sie wehtun, kann man nur noch daran denken und am Ende den Ball nicht mehr genießen.

Was hilft gegen die Schmerzen?

Breitenberger: Während eines Balls hilft ein zweites paar Schuhe. Allgemein sollten Frauen darauf achten, dass die Füße flexibel bleiben, also gedehnt und gestreckt werden. Da helfen am besten regelmäßige Fußübungen. Wer nur in flachen Schuhen läuft, wird merken, wie starr die Füße mit der Zeit werden. Wer immer nur Schuhe mit zu hohen Absätzen trägt, kann Deformationen bekommen oder sogar am Cinderella-Schuh-Syndrom erkranken. Das ist eine Verkürzung der Achillessehnen. Das Wichtigste ist auch, dass man verschiedene Arten von Schuhen trägt – also mit und ohne Absatz. Alles zu seiner Zeit.

Wie viel Zentimeter sollte denn ein Absatz an einem Ballabend haben?

Breitenberger: Damit eine Frau ein gutes Bild auf einem hohen Schuh abgibt, sollte der Absatz schon sechs Zentimeter haben. Optimal sind zwischen sechs und zehn Zentimetern. Es kommt natürlich darauf an, wie gut die Frau das Gehen mit Absätzen beherrscht.

Worauf sollten Frauen beim Kauf von High Heels achten?

Breitenberger: Leder- und Wildlederschuhe sind gut, da sie anschmiegsamer sind. Sie sollten eng anliegen und nicht zu groß sein, weil man sonst rausrutscht. Offene Schuhe mit Riemen gehen natürlich auch. Sie sollten auf jeden Fall aber an der Ferse und am Spann genug Halt bieten. Lackschuhe sind sehr steif und geben kaum nach, was mit der Zeit auch schmerzvoll werden kann.

Und wenn der Schuh auf dem Ball doch nicht perfekt sitzt oder am Ende auch noch scheuert oder einschneidet?

Breitenberger: Es gibt Samt- oder Gelpads, die vorne in den Schuh drapiert werden können. Das stoppt das Rutschen und polstert harte Sohlen etwas ab. Bei Druckstellen verwende ich immer ein durchsichtiges Pflaster

Zur Person: Edeltraud Breitenberger

Sie liebt die Bewegung. Das Tragen von Pumps gehört zu ihrem weiblichen Lebensstil. Vor allem, wenn das Outfit danach schreit. Ob in ihrem langjährigen Beruf als Chefstewardess oder privat beim Tanzen von Tango Argentina und Salsa – High Heels waren schon immer ihre Faszination. Diese wollen gekonnt getragen werden, damit sie richtig in Szene gesetzt werden und außerdem keine Fußschmerzen bereiten. Vor neun Jahren machte sich die Münchnerin selbstständig und bietet unter b-edel.de Workshops an. Seitdem hat sich ihre Arbeit als High-Heels-Trainerin stetig weiterentwickelt.

Dieser Text stammt aus der Presseballbeilage unserer Zeitung.

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