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Stadtentwicklung

06.02.2015

So wurde der Schlachthof zur Gastromeile

Janina Peterson-Schubert ist die Chefin im Café Himmelgrün. Es befindet sich im alten Kesselhaus auf dem Schlachthof-Gelände.
Bild: Silvio Wyszengrad

Mit dem Café Himmelgrün entstand hier bereits das fünfte Lokal. Wie die Dierig AG es geschafft hat, aus der einstigen Industriebrache einen florierenden Standort zu machen

Das Schlachthof-Quartier an der Berliner Allee wird mehr und mehr zur Gastromeile. Die Bäckerei Schubert hat jetzt in unmittelbarer Nähe zu ihrer neuen Produktionsstätte das Café Himmelgrün eröffnet. Nach den Restaurants Kälberhalle, Schlachthof und „N8stallung“ sowie dem Feinkost-Italiener Via del Gusto ist es der fünfte gastronomische Betrieb auf dem 52000 Quadratmeter großen Areal, das noch bis 2004 das zweitgrößte Schlachtzentrum Bayerns beherbergte.

Nach der Stilllegung hat die Dierig Holding das Industriegelände 2006 gekauft und seitdem nach eigenen Angaben zwölf Millionen in die Restauration der alten Backsteinhallen und die Infrastruktur investiert. Inzwischen wurde das komplette Gelände neu belebt. In die einstige Industriebrache ist wieder Leben eingekehrt.

Erster Mieter war 2007 die Infau-Gesellschaft, die Beschäftigungsprojekte für Jugendliche umsetzt. Die Hasenbrauerei, Tochter der Nürnberger Tucher Bräu, zog aus der Innenstadt ins Textilviertel und braut seitdem auf dem Schlachthof für den regionalen Markt. Neben den Restaurants bietet das Gelände auch Raum für Büros. 240 Parkplätze stehen zur Verfügung.

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Dem Bio-Bäcker war es in Hochzoll zu eng geworden

Die Bäckerei Schubert hat 2013 ihren Stammsitz auf das Schlachthof-Gelände verlagert. Am ursprünglichen Standort in Hochzoll war es dem Bio-Bäcker zu eng geworden. Seitdem werden die Brote, Brezen und anderen Schubert-Waren an der Berliner Allee gebacken. Mit dem neuen Café habe der Betrieb nun sein „Herzstück“ in unmittelbarer Nähe zur Produktion, freut sich Janina Peterson-Schubert.

Sie leitet die Gastronomie, die auf rund 400 Quadratmetern neben dem Bäckerei-Shop 80 Sitzplätze, eine große Snacktheke, Kinderecke, eine kleine Bühne für gelegentliche Konzerte, einen Laden mit Deko- und Geschenkartikeln sowie einen abgetrennten Nebenraum umfasst – das alles integriert in das ehemalige Kesselhaus des Schlachthofs.

Der Industriecharme blieb erhalten, sogar die Kohleöfen sind noch zu sehen. Große Fensterfronten sorgen für viel Licht. 17 Mitarbeiter sind im Café Himmelgrün tätig. Insgesamt arbeiten für die Bäckerei Schubert rund 100 Beschäftigte auf dem Schlachthof-Gelände. Auch sonst sind in den vergangenen Jahren viele Arbeitsplätze auf dem Gelände entstanden.

Offen war zuletzt noch die Nutzung des großen Kühlhauses nahe der Proviantbachstraße. Die Umbauarbeiten sind aber auch hier abgeschlossen. Vor Weihnachten ist ein Fitnessstudio eingezogen, im Erdgeschoss sind Lagerflächen. Eine weitere Etage soll als Büro vermietet werden. „Dann sind alle Gebäude belegt“, sagt Eberhard Schad von der Dierig Holding.

Im südöstlichen Bereich des Areals gibt es einen großen Busparkplatz, den die Dierig Holding der Stadt zunächst für drei Jahre kostenlos zur Verfügung stellt. Er soll Reiseunternehmen, die Augsburg ansteuern, als alternativer Anlaufpunkt zum Plärrer dienen. Kommt das Gelände bei den Busfahrern an, will Dierig investieren und die Fläche befestigen lassen."Kommentar

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