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Augsburg

13.09.2019

Sohn sticht auf Vater ein: Tatverdächtiger kommt wohl in Psychiatrie

Die Messerattacke spielte sich in einem Mehrfamilienhaus in der Schillstraße ab.
Bild: Silvio Wyszengrad

Ein 21-jähriger hat in Augsburg seinen Vater mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er nicht voll schuldfähig ist.

Der 21-jährige Mann, der Mitte August in Augsburg seinen Vater mit mehreren Messerstichen schwer verletzt haben soll, ist vermutlich nicht voll schuldfähig. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilt, wurde der mutmaßliche Täter jetzt vom Gefängnis in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt. Die Tat hatte sich am am späten Abend des 17. August abgespielt, in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Lechhauser Schillstraße.

Wie es von der Polizei hieß, habe der mutmaßliche Täter mehrmals mit einem Messer auf seinen 54-jährigen Vater eingestochen und diesen am Oberkörper verletzt. Der Familienvater flüchtete sich nach draußen, wo ihn Passanten aufgriffen. In der Uniklinik wurde er notoperiert. Offenbar war viel Glück im Spiel, dass der 54-Jährige nicht noch schlimmer oder gar tödlich verletzt wurde. Nach Informationen unserer Redaktion gehen die Ermittler davon aus, dass der Täter nicht zwei- oder dreimal, sondern vielfach auf sein Opfer einstach, teils mit erheblicher Wucht. Der Vater konnte das Klinikum aber schon vor einiger Zeit wieder verlassen.

Messerattacke: Gab es in der Augsburger Wohnung zuvor einen Streit?

Nachbarn hatten davon berichtet, aus der Wohnung einen Streit gehört zu haben. Auch zuvor soll es schon Streitigkeiten gegeben haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kommt ein Gutachter in einer ersten Einschätzung zu dem Ergebnis, dass der 21-Jährige während der Tat zumindest vermindert schuldfähig gewesen ist. Das kann unter anderem dann der Fall sein, wenn ein Täter unter einer schweren psychischen Erkrankung leidet.

Siegel der Polizei am Tatort: Ein 21-jähriger Mann soll in einer Wohnung in Augsburg-Lechhausen seinen Vater mit einem Messer attackiert haben.
Bild: Silvio Wyszengrad

Zu Details äußern sich die Ermittler nicht. Sie geben jedoch an, dass aufgrund des Zustands des jungen Mannes weitere "erhebliche rechtswidrige Taten" zu erwarten seien und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sei. Die Staatsanwaltschaft geht aktuell davon aus, dass in einem Prozess gegen den 21-Jährigen eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet werden wird.

Abgeschlossen sind die Ermittlungen noch nicht. Florian Engert, der Anwalt der Tatverdächtigen, hält die Entscheidung von Staatsanwaltschaft und Gericht für richtig. Nun stehe an, dass der 21-Jährige im Krankenhaus weiter untersucht werde.

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