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08.06.2009

Sorge um Meister Adebar

Es gibt Nachwuchs an der Haunstetter Straße: Der Storch, der Mitte April sein Nest über der Aral-Tankstelle bezogen hatte, hat eine Familie gegründet. Sechs Tage nach ihrem Gatten traf Frau Storch ein. "Dann ging es gleich ab", erzählt Tankstellenbesitzerin Sonja Mayr, die das Geschehen ihrer "Übermieter" intensiv verfolgt.

Vor zwei Wochen sei der Nachwuchs wohl geschlüpft, vermutet sie. Seither wechseln sich Herr und Frau Adebar ab: Der eine halte Ausschau nach Nahrung, der andere bewache das Nest.

Getrübt wurde die Freude gestern, als Sonja Mayr auf dem Dach der Tankstelle ein totes Jungtier entdeckte. Es könne beim Sturm vor zwei Wochen aus dem Horst gefallen sein. Mithilfe der Stadt, die für die Tiere extra ein neues Metallgestell aufgestellt hatte, will sie herausfinden, ob es weitere Jungstörche gibt und ob sie leben. Richard Weiß von der Naturschutzbehörde wird sich heute zum Nest hochfahren lassen. Er benutzt dafür einen Korb, wie er sonst für Baumpflegearbeiten verwendet wird.

"Das ist eine massive Störung und völlig unangemessen", kritisiert Storchenexperte Anton Burnhauser. Er rät, die Vögel mit einem Fernglas zu beobachten. Es sei "ganz normal", dass mehrere Junge während der Aufzucht wegen Futtermangels oder schlechter Witterung sterben.

Storchennachwuchs in Augsburg ist selten. Außerhalb des Zoos gab es bislang keinen. Das Paar von der Tankstelle fand sich 2008. Für Junge war es damals aber bereits zu spät. (sok-)

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