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TV-Serie "Das perfekte Dinner"

31.03.2009

Spätzle sind die heimlichen Stars

Zwischen Marina (links) und Julia brach der alte Konflikt Brünette gegen Blondine aus.

Einen original schwäbischen Abend direkt aus Augsburg gab es gestern Abend bei der TV-Serie "Das perfekte Dinner". Dabei brach der ewige Konflikt zwischen Blondinen und Brünetten wieder aus. Von Nina Schleifer

Einen original schwäbischen Abend direkt aus Augsburg gab es gestern Abend beim perfekten Dinner. Dabei zeigte sich, dass nicht nur der ewige Konflikt zwischen Blondinen und Brünetten auch im schwäbischen Ländle ausgetragen wird, sondern dass 500 Gramm Mehl und fünf Eier ausreichen, um vier selbst erkorene Feinschmecker glücklich zu machen.

Radioredakteur Markus macht gleich zu Beginn klar, warum er beim Radio arbeitet: wegen Geld und Spaß. Und das dürften auch die Gründe gewesen sein, warum er beim perfekten Dinner mitmacht. Dem Gewinner winken 1500 Euro. Spaß hat er sichtlich, ob er auch Geld bekommt, entscheidet sich jedoch erst am Freitag, wenn alle Teilnehmer gegeneinander angetreten sind. Die anderen vier Augsburger werden kurz vorgestellt, besonders Patrick sympathisiert dank seines amerikanischen Akzents. "Marküsses Menju", eine Liebeserklärung an die schwäbische Küche, findet er genauso lecker wie die anderen.

Apropos lecker: Die Funken sprühen direkt aus Markus' WG in die Wohnzimmer der Fernseh-Zuschauer. Augenzwinkern, Süßholzraspeln Schwärmereien versprechen eine amüsante, flirtwillige Runde. Dabei bricht nach dem Genuss der Kartoffelsuppe auch der alte Konflikt Brünette gegen Blondine auf: Ob beim Kickern tatsächlich der Schiedsrichter absichtlich für die blonde Stewardess Julia und ihren Team-Kollegen gepfiffen hat, wie die schwarzhaarige Marina vorwirft, kann man schwer beurteilen. Aber Marina ist ja auch der Überzeugung, der Nationaltrainer würde "Jürgen Löw" heißen. Kein Wunder, dass da die Flirt-Versuche bei dem Unparteiischen, unter dessen Verkleidung Markus' Mitbewohner Felix steckt, nicht ankommen... Die zwei 28-jährigen Frauen verstehen sich letztlich aber super: "Wir sind sogar zu zweit aufs Klo gegangen."

Spätzle sind die heimlichen Stars

Währendessen ist der Gastgeber auf seine Gäste richtig neidisch. "Ich wäre jetzt auch lieber beim Kickern als hier in der Küche", gibt er zu. Kein Wunder: Da warten ja auch allerlei Tücken auf den Hobby-Koch. Egal, ob scharfe Küchenmesser, spritzendes Fett oder der heiße Ofen, alle scheinen es auf den sympathischen Gastgeber abgesehen haben und kämpfen mit tückischen Mittel gegen Markus. Das Ergebnis: Drei Brandblasen und ein Schnitt in den Finger. Die Tapferkeit des 24-Jährigen hat sich aber gelohnt: Mit dem Ergebnis, einer riesigen Portion Schwabenpfanne, sind die Schleckermäuler zufrieden. "Solche Spätzle hätte ich gerne in jedem Restaurant", schwärmt Marina. Und Peter? Der Hausmann ist laut eigenen Angaben in einem Alter, in dem er sowieso jede junge Frau als hübsch empfindet und so wie er aussieht, empfindet er auch jedes Essen als lecker. Aber bei dem Kaiserschmarrn hat er zu bemängeln, dass der doch ein bisschen kalt ist. Seine Schlussfolgerung: "Ich habe keine Konkurrenz."

Aber die vier Gäste loben den Koch. Man schmecke, dass Markus sein Menu mit "viel Liebe" gekocht hat. Punktabzug gibt es aber für die seltene Anwesenheit des Kochs. Insgesamt macht das für den ersten Gastgeber der Woche 54 von 80 möglichen Punkten. Nicht schlecht, aber wohl auch nicht preisverdächtig. Letztlich hat er nicht nur alles gegeben ("Mein persönliches perfektes Dinner war es allemal. Viel mehr geht nicht") und dabei in dem Gefahrengebiet Küche manche Verletzung davon getragen, sondern auch einiges gelernt: Eier gibt es nämlich in unterschiedlichen Größen ("Das ist genauso wie bei T-Shirts") und Bier schmeckt allemal besser als Wein. Daher gibt es am Ende des Abends auch erst mal ein Helles auf der Couch. Prost!

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