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Kultur

23.10.2013

Sparzwang bremst Bücherbus aus

Der Bücherbus ist betagt und müsste ersetzt werden. Doch dafür fehlt ebenso das Geld wie für Reparaturen.
Bild: Peter Fastl

Der Bus ist mehr als 30 Jahre alt. Doch das Geld der Stadt reicht weder für einen Neukauf noch für eine Reparatur.

Hintergrund ist, wie so oft, das Geld: Das aktuelle Fahrzeug, ein Gelenkbus, ist seit über 30 Jahren im Einsatz und müsste dringend ersetzt werden. Doch die Stadt kann sich keinen neuen Bus leisten. Im Kulturausschuss des Stadtrats berichtete Kulturreferent Peter Grab am Dienstag, dass womöglich auch keine Reparatur machbar ist: Kämmerer Hermann Weber hat die dafür beantragten 20000 Euro aus dem Etatentwurf für 2014 gestrichen und auch die Summe gekürzt, die grundsätzlich für den Unterhalt der mobilen Bücherei notwendig ist. „Damit ist fraglich, ob wir den Bus noch lange aufrechterhalten können.“

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Die Nachricht von der finanziellen Notlage kam ausgerechnet im Rahmen einer Debatte um die Neuausrichtung der Stadtbücherei. Wie berichtet, hatten die Mitarbeiter unter Anleitung des Bremer Experten Meinhard Motzko in den vergangenen Monaten debattiert, wie sich die Einrichtung in Zukunft aufstellen möchte. Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit sollen demnach die Hauptzielgruppe werden. Auch die sprachliche Bildung von Migranten und Deutschen wird stärker in den Fokus rücken.

Der Bücherbus sei ein wesentlicher Bestandteil dieser Neuausrichtung, sagt Bücherei-Chef Manfred Lutzenberger. Genau genommen müssten die Öffnungszeiten eher ausgeweitet als eingeschränkt werden. Doch dafür müsste auch das Personal erweitert werden.

Grundsätzlich stimmten am Dienstag alle Fraktionen für das neue Bücherei-Konzept und die damit verbundenen Forderungen. So sollen die derzeit freien Stellen in der Zentrale und den Zweigstellen so schnell wie möglich neu besetzt werden, die in der Stadt gültige Wiederbesetzungssperre muss dafür aufgehoben werden. Ob es tatsächlich so weit kommt und ob der Bücherbus zu retten ist, darüber müssen letztlich Finanzausschuss und Stadtrat entscheiden.

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