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Oberhausen

26.08.2020

Spaziergänger-Rundweg soll in Oberhausen komplettiert werden

Entlang des Hettenbachs soll ein Spazierweg durch Oberhausen entstehen. Teile des Rundwegs sind bereits fertig.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus Die Idee zu einem Rundweg für Fußgänger gibt es schon länger. Mit Umbauten am Hettenbach will die Stadt einen Lückenschluss schaffen. Was nun ansteht.

Der Stadtteil Oberhausen wartet mit mehr Grünanlagen auf, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Neben den Fuß- und Radwegen entlang der Wertach erfreut sich auch der Hettenbach-Park bei Erholungssuchenden großer Beliebtheit. Jetzt will die Stadt in dessen Umfeld einen weiteren Mosaikstein für ein grüneres Oberhausen legen.

Die Idee eines „Grünen Rundwegs“ im Stadtteil ist nicht neu, sondern wird bereits seit Mitte der 1970er-Jahre im Rahmen der Stadtsanierung verfolgt. Mehrere Abschnitte, häufig am Wasser gelegen, wurden zwischen 1980 und 1985 vollendet. Doch so richtig rund läuft es für die Fußgänger in Oberhausen bislang noch nicht, weil sie an verschiedenen Ecken und Enden ausgebremst werden – so zum Beispiel auch bei den Missionsschwestern vom Heiligen Petrus Claver in der Billerstraße.

Vor geraumer Zeit erwarb die Stadt vom Kloster den Grundstücksstreifen, der direkt am Hettenbach entlangführt. Dieses Areal soll in einen öffentlichen Fußweg zwischen Donauwörther und Billerstraße integriert werden (rot schraffierter Bereich in der Grafik). Pläne für diesen Lückenschluss existieren bereits länger, doch sie scheiterten bislang am Geld. Jetzt ist die Finanzierung für den rund 200 Meter langen Bauabschnitt gesichert. Im Haushalt stehen Gelder für die Maßnahme bereit, daran kann auch Corona nicht rütteln.

Nach den aktuellen Berechnungen wird der Fußweg rund 550.000 Euro kosten. Darin inbegriffen ist die Umwandlung des betroffenen Abschnitts der Tobias-Maurer-Straße in einen verkehrsberuhigten Bereich, in dem künftig Schrittgeschwindigkeit gilt. Bislang ist dort Tempo 30 erlaubt. Das Bestandsgrün entlang des Hettenbachs soll erhalten und durch weitere Bäume ergänzt werden. Die Geländer entlang des Bachs bleiben bestehen. Das Kloster erhält eine Gabionenwand, die seine Garten von dem öffentlichen Weg abgrenzt.

Der Fußweg in Oberhausen soll in etwa einem Jahr begehbar sein

Die Verantwortlichen erwarten sich von dem Umbau nicht nur eine gestalterische Aufwertung und mehr Komfort für die Fußgänger, sondern auch mehr Verkehrssicherheit. Die Stadt Augsburg selbst muss knapp die Hälfte der Kosten schultern, der Rest wird mit Zuschüssen aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ finanziert.

Laut Helmut Seibold vom Stadtplanungsamt sollen im Herbst die Ausschreibungen erfolgen. Die Bauarbeiten könnten im nächsten Frühjahr beginnen, sodass der Fußweg vielleicht in gut einem Jahr begehbar ist. Oberhausen zählt seit Jahren zu den Stadtteilen, die vom Programm „Soziale Stadt“ profitieren. Im Jahr 2019 wurde nahe der Wertachbrücke zwischen den Kirchen St. Joseph und St. Johannes der Friedensplatz fertiggestellt. In das 1,54 Millionen teure Projekt flossen staatliche und kirchliche Zuschüsse.

Bild: Klaus Rainer Krieger

Ebenfalls im Rahmen des Förderprogramms wird aktuell die Flurstraße zwischen Schallerstraße und Drentwettstraße sowie Wirsung- und Äußere Uferstraße neugestaltet. Das 1,8-Millionen-Projekt ermöglicht einen weiteren Lückenschluss. Denn der zentrale Bereich der Flurstraße wurde bereits in den 1990er-Jahren zum verkehrsberuhigten Bereich umgebaut und mit Pflasterbelägen und Grün gestaltet.

Im südlichen Bereich der Flurstraße wird bald gebaut

Der südliche Bereich der Flurstraße wurde damals nicht umgestaltet. Er macht aus Sicht der Stadtplaner einen ungeordneten und desolaten Eindruck – und wird nun angegangen. Im Zuge der Neugestaltung werden unter anderem die Gehwege in den Kreuzungsbereichen aufgeweitet. Dadurch sollen sie von wild parkenden Autos befreit werden, was wiederum die Verkehrssicherheit erhöhen soll. Durch die breiteren Gehwege soll in diesem Bereich auch Platz für zusätzliches Grün geschaffen werden. Insgesamt 22 neue Bäume sollen gepflanzt werden. Wenn alles fertig ist, wird der Stadtteil Oberhausen also noch ein Stück grüner sein.

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