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Augsburg

05.05.2010

Staatsanwalt fordert fünfeinhalb Jahre Haft für Parkplatzsheriff

Arthur Schifferer
Bild: Silvio Wyszengrad

Im Prozess gegen den Augsburger Parkplatzsheriff Arthur Schifferer hat der Staatsanwalt fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. "Ihm ging's nur ums Abkassieren", sagte er in seinem Plädoyer.

Im Prozess gegen den Augsburger Parkplatzsheriff Arthur Schifferer hat der Staatsanwalt vor allem wegen Erpressung und Nötigung fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. "Schifferer war völlig uneinsichtig und ihm ging's nur ums Abkassieren", sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. Für den Mitangeklagten, einen Beschäftigen des Parkplatzsheriffs, verlangte der Staatsanwalt eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung.

Die Verteidigung hat auf Freispruch plädiert.

Schifferer hat am Mittwoch noch das letzte Wort. Ein Urteil wird erst in der nächsten Woche erwartet.

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Ein Rückblick

Arthur Schiffer war der Retter für Parkplatzbesitzer, die sich nicht mehr zu helfen wussten. Doch Ende Oktober klickten die Handschellen.

Schauplatz ist dieses Mal ein Ärztehaus nahe der Augsburger City-Galerie. Schifferer soll dort auch Autofahrer mit einer Parkkralle festgehalten haben, die nur ganz kurz parkten. Wegfahren durften sie erst wieder, wenn sie 100 Euro und mehr zahlten. Das ist Erpressung, meint die Staatsanwaltschaft, und listet gleich 53 solcher Fälle auf. Dazu kommt Schifferers Vorleben: Er ist wegen anderer Delikte vorbestraft.

Arthur Schifferer sitzt seit Ende Oktober in Untersuchungshaft. In der Öffentlichkeit inszenierte er sich gern als strenger, unbeugsamer Sheriff. Die Haft habe ihm aber doch zugesetzt, sagen Menschen, die ihn seither gesehen haben.

Nur einmal durfte Schifferer seit seiner Inhaftierung wieder die Luft der Freiheit schnuppern. Es wurde ihm gestattet, die Hochzeit seiner Mutter zu besuchen - für wenige Stunden, streng bewacht von Beamten. Arthur Schifferer ist offenbar davon überzeugt, dass er korrekt gehandelt hat. Auch seine Anwälte wollen vor Gericht die Linie vertreten, dass seine Geldforderungen grundsätzlich berechtigt waren. Schifferer habe sich daher, so ihre Argumentation, nicht der Erpressung schuldig gemacht. skro

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