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Staatstheater Augsburg: Das Bauprojekt wackelt

Staatstheater Augsburg: Das Bauprojekt wackelt
Kommentar Von Michael Hörmann
27.05.2020

Kann sich die Stadt Augsburg den teuren zweiten Bauabschnitt bei der Theatersanierung leisten? Es wird gerechnet.

Viele Jahre wurde diskutiert, die Planungen waren zeitintensiv. Kein Wunder: Die Sanierung des Theaters gilt neben dem Umbau des Hauptbahnhofs als zweites Jahrhundertprojekt in Augsburg. Zeitverzögerungen und Kostensteigerungen begleiten beides. Derzeit geht man davon aus, dass der Bahnhof im Sommer 2023 fertiggestellt sein dürfte. Bis zu 250 Millionen Euro werden als Kosten genannt. Ein Zurück gibt es nicht mehr.

Das könnte bei der Theatersanierung anders laufen. Die Planungen werden womöglich modifiziert. Dies ist vorstellbar, weil es sich um zwei Bauteile handelt, die auf dem Prüfstand stehen. Die begonnene Sanierung des Großen Hauses wird fortgesetzt. Hier gilt eine vergleichbare Situation wie beim Bahnhof: Ein Zurück ist nicht darstellbar.

Die Ausgangslage ist anders als beim Bahnhof

Anders ist die Ausgangslage für den zweiten Bauabschnitt. Es geht um einen Neubau hinter dem Großen Haus für Verwaltung, Werkstätten, Probebühnen und eine zweite Spielstätte. Dies wäre kein Problem, wenn die Finanzierung für die Stadt machbar wäre. Danach sieht es jedoch nicht aus. 73 Millionen sollte das zweite Bauteil kosten, vor knapp einem Jahr stand dieser Betrag bereits bei über 90 Millionen Euro. Mit Spannung ist jetzt abzuwarten, welche Zahlen im Juli präsentiert werden.

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In der Bewertung ist ein Aspekt zu berücksichtigen: Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für die Stadt noch nicht bezifferbar. Ein Kassensturz wird vorbereitet. Sicher ist: Etwaige Mehrkosten in Millionenhöhe für die Theatersanierung ließen sich wegen der angespannten Finanzlage der Kommune ganz schwer vermitteln. Die schnelle Umsetzung des zweiten Bauteils wackelt gewaltig.

Lesen Sie dazu:

Wie es in Augsburg mit der Theatersanierung weitergeht

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