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RKI meldet 24.000 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 120
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Augsburg

27.01.2021

Stadt Augsburg ruft wegen Corona zu Kontaktverzicht auf

Große Schilder weisen am Königsplatz seit Monaten auf die Corona-Regeln hin. Das eigentliche Problem scheinen aber Treffen im Privatbereich zu sein.
Foto: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Da die Ansteckungszahlen nicht weiter sinken, werden die Augsburger dringend gebeten, auf Treffen komplett zu verzichten. Sogar wenn diese eigentlich erlaubt sind.

Angesichts des stagnierenden Entwicklung beim Corona-Inzidenzwert in der Stadt Augsburg - der Wert pendelt seit einigen Tagen um die 120 - bittet das Gesundheitsamt die Bürger dringend, die Kontaktbeschränkungen einzuhalten und Kontakte außerhalb ihres Haushalts möglichst auf Null herunterzufahren. Zwar sind Zusammenkünfte eines Hausstands mit einer weiteren Person (Kinder unter drei Jahren zählen nicht) erlaubt – allerdings bitte man aus infektiologischer Sicht darum, auf derartige Treffen zu verzichten, so der kommissarische Gesundheitsamtsleiter Dr. Thomas Wibmer.

Corona: Infektionen ziehen sich in Augsburg durch alle Berufsgruppen

Es gebe aktuell keine klar identifizierbaren Infektionsquellen. „Die Ansteckungen ziehen sich quer durch alle Berufsgruppen“, so Wibmer. Es gebe aber Hinweise, dass im privaten Bereich relativ viele Ansteckungen vonstatten gingen.

 

Insofern sei hier ein Ansatzpunkt. „Das bedeutet – wo immer es möglich ist – Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts zu vermeiden“, so Wibmer. Bei noch stattfindenden Begegnungen dürfe es keinen Körperkontakt geben und ein Abstand von mindestens 1,5 Metern sei nötig. Die größten Sorgen machen der Stadt aber wohl Zusammenkünfte mehrerer Hausstände, die es trotz Verbots offenbar nach wie vor noch gibt.

Infektionszahlen gehen in Augsburg nur langsam zurück

Die Stadt meldete am Mittwoch 65 neue Corona-Infektionen, deutlich mehr als die jeweils rund 30 Fälle am Montag und Dienstag. Das muss aber kein ungewöhnlicher Ausreißer sein, es kann auch daran liegen, dass stets zur Wochenmitte die meisten Fälle aus den Laboren gemeldet werden - unter anderem deshalb, weil am Wochenende weniger getestet wird. Thomas Wibmer erklärt: "Die eingehenden Meldungen unterliegen einem wiederkehrenden wöchentlichen Zyklus, mit einem Höhepunkt zwischen Dienstag und Donnerstag. Dabei ist es aber in jeder Woche etwas unterschiedlich, ob am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag die meisten Meldungen eingehen." Vorige Woche lag die Spitze am Mittwoch bei 93 neuen Fällen.

Im Umweltausschuss des Stadtrats rechnete Wibmer zuletzt vor, dass ein 50er-Inzidenzwert, wenn man die Entwicklungen der vergangenen Tage und Wochen zugrunde lege, im März oder April erreicht sei. Es handle sich um keine Prognose, weil die Hochrechnung kurzfristige Entwicklungen nicht vorhersehen könne, hieß es. Aber insgesamt sei das Tempo des Rückgangs relativ langsam. In München etwa ist der Sieben-Tage-Wert zuletzt spürbarer gesunken und liegt mit aktuell 70 schon deutlich unter der Marke von 100.

Lockerungen des momentanen Lockdowns wären kritisch, weil das Virus in der Bevölkerung immer noch relativ präsent sei, warnt Wibmer. „Wir sind gut beraten, die Maßnahmen noch beizubehalten.“ Die dramatische Lage in Portugal oder Spanien sei ein klarer Fingerzeig, was passiere, wenn man zu früh lockere.

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28.01.2021

Ein solcher Aufruf ist anmaßend und realitätsfern! Insbesondere für Kinder und alleinstehende Menschen sind die Kontakregeln eine Zumutung! Ich werde mich keinesfalls an einen solchen Aufruf halten und ich fordere die Stadverwaltung auf, solche "Aufrufe" zu unterlassen! Es gibt bereits genug Einschränkungen, genug Panikmache und künstliche Angsterzeugung!
In der bayerischen Regierung gibt es ja mit Markus S. einen Spezialisten dafür!
Regieren durch Angst ist ein zentraler Bestandteil der Politik geworden...

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28.01.2021

Wie kann man übersehen, dass die Politik so wie eine Stadtverwaltung eine Verantwortung gegenüber den Bürgern trägt.
Im Grunde ist es ganz einfach, denn überall dort wo weder Politik noch Verwaltung Covid19 ernst nimmt, steigen die Infektionszahlen so wie die Zahl der Toten durch Corona massiv.
Machen Sie sich doch mal schlau, anstatt nur immer zu mosern wegen den notwendigen Maßnahmen.

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28.01.2021

Kleine Anmerkung. Um auf eine Inzidenzzahl von 50 zu gelangen dürften sich sich im Beispiel Augsburg über einen Zeitraum von 7 Tagen nicht mehr als 120 Menschen neu infizieren.
Ergibt durchschnittlich 20 Neuinfizierte/Tag, davon sind wir weit entfernt.
Neuninfizierte pro 7 Tage : Anzahl der Einwohner x 100.000 lautet die Formel, nachlesbar.

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28.01.2021

Da kann man sich auch mal freuen wenn der Inzidenzwert so stark gesunken ist. Insofern haben die Maßnahmen sehr gut gewirkt und haben Leben gerettet. Gute Arbeit. Jetzt muss weiter gemacht werden damit das Virus ganz verschwindet.

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28.01.2021

Frau Weber, bitte treten Sie endlich zurück.

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28.01.2021

Sie sind frustriert und haben emotional Probleme mit der aktuellen Situation. Aber bleiben Sie bei sich. Das Forum zuzumüllen ist keine dauerhafte Lösung zum Frustabbau.

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28.01.2021

Julian R. - Pech gehabt und weit verfehlt. Mir geht es gut -nur dass ich mich mit der Politik beschäftige und das politische Verhalten von Frau Weber aus guten Gründen missbillige.

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27.01.2021

Ein kurzer Blick in die Stadt: Immobilienbüro mit drei Mitarbeitern an PCs, in einem Raum. Verkäuferinnen mit dünnen Stoffmasken beim Bäcker. Schlecht sitzende OP-Masken, die jede Minute mit dem Finger hochgeschoben werden beim Personal im Supermarkt. Kleine Läden ohne Lüftung, Türen und Fenster geschlossen. Zwei Mitarbeiter bei der Raucherpause ohne Abstand. Schlecht angepasste, lose Masken überall.

Auch ein Jahr nach den ersten Fällen haben es noch nicht alle gehört oder verstanden: Kontakte vermeiden außer es geht nicht anders, Lüften, Abstand halten und Masken mit guter Filterwirkung richtig tragen.

Viele Masken haben zu lange Gummibänder und die Nasenbügel werden nicht richtig in Form gebogen. Knoten in die Bänder machen oder Maskenhalter einsetzen hilft. Masken nicht einfach aus der Packung aufsetzen, sondern den Streifen für die Nase flach biegen und anpassen. Bei einer richtig sitzenden FFP Maske sieht und spürt man, wie das Filtermaterial sich beim Atmen bewegt. Schade ums Geld für die Masken, wenn die Luft am Filter vorbei aus- und einströmt.

Wo bleiben die Info-Videos und Plakate dazu?

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28.01.2021

Leider sind einige einfach zu dumm oder einfach ignorant. man kann das täglich überall beobachten. Was mich am meisten wundert ist, dass vorwiegend ältere Menschen die Masken falsch auf haben und wenn man sie anspricht relativ aggressiv reagieren, obwohl sie doch am meisten gefährdet sind. Dem Personal im Einzelhandel scheint das korrekte Tragen der Masken, ob selbst oder bei den Kunden, ziemlich egal zu sein.

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27.01.2021

Ich würde gerne auf Kontakte verzichten, muss aber leider arbeiten.

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27.01.2021

So lange das Wetter mit den Temperaturen weiterhin Achterbahn fährt, wird es hohe Inzidenzzahlen geben. Wenn es wärmer wird, gehen sie, dem Natur folgend, nach unten.
Der Aufruf auf Kontaktverzicht ist lächerlich, weil die derzeitigen Verordnungen praktisch gar nichts mehr zulassen und es bei Verstößen großzügig bemessene Strafen gibt. Die nächste Eskalationsstufe wäre Einzelhaft.

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28.01.2021

"Die nächste Eskalationsstufe wäre Einzelhaft."
Wird nicht funktionieren.

So viel Platz gibt es in den dafür notwendigen Einrichtungen nicht.

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27.01.2021

Es gibt zwar keine klar identifizierbaren Quellen, so stehts im Artikel, trotzdem gibt schon wieder jemand seinen "Senf" dazu. Weiter ist zu lesen:..es gibt Hinweise, daß im privaten Bereich relativ viele Ansteckungen vonstatten gingen ... . Ich frage mal nicht wie man zu diesen Hinweisen auf legalem Wege kommt. Interessant ist doch wie kommen die Infektionen in den privaten Bereich: durch die Arbeit? durch den ÖPNV? durch alle Löcher im Flickenteppich!

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