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Augsburg

04.08.2011

Stadt nimmt neuen Anlauf für Bahnhalt am Fußball-Stadion

Am Samstag beginnt für den FC Augsburg die Bundesliga-Saison. Während die Straßenbahn auf der Stadionlinie nahe der SGL-Arena anhält, müssen die Bahnfahrer den Umweg über den Hauptbahnhof in Kauf nehmen.
Bild: Foto: Sebastian Hrabak

Bislang hatte der Freistaat Bayern wenig Bereitschaft gezeigt, in einen Bahnhalt am Augsburger Stadion zu investieren. Doch Augsburgs Wirtschaftsreferentin kündigt einen Vorstoß an.

Die Zugstrecke Augsburg-Buchloe führt am Augsburger Fußballstadion vorbei. Wenn der FCA am Samstagnachmittag seine Premiere in der Bundesliga feiert, werden Fahrgäste der Bahn davon auch einiges mitbekommen.

Mit Blick aus dem Fenster werden sie registrieren, dass vor dem Stadion jede Menge los ist. Was sie nicht sehen können, ist ein Bahnhalt am Stadion. Den gibt es nach wie vor nicht. Sehr zum Ärger von so manchem Fußballfan.

Vor allem im Süden Augsburgs regt sich Protest über die nicht vorhandene Bahnanbindung. „Augsburg braucht einen Bahnhalt an der SGL-Arena“, fordert der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler). Er schließt sich den Aussagen der Freien Wähler aus dem Kreis Augsburg an.

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Pohl sieht in einem einfachen Halt mit entsprechend kurzer Taktung zu den Spielen die beste Lösung. Der jetzt lautstark ertönte Ruf nach dem Bahnhalt wird auch bei der Stadt Augsburg wahrgenommen. „Wir werden einen Vorstoß beim Freistaat Bayern machen“, kündigt Wirtschaftsreferentin Eva Weber an.

Premium Aerotec und Wohngebiet sind Argumente

Derzeit würden Argumente zusammengetragen, warum der Bahnhalt aus Sicht der Stadt abseits des Geschehens im Fußballstadion von Bedeutung wäre. Verwiesen wird auf das benachbarte Werk von Premium Aerotec und das neue Wohngebiet an der Friedrich-Ebert-Straße in Göggingen.

Die Argumentation sei nicht neu, räumt Weber ein. Der Freistaat, der für den Schienenverkehr zuständig ist, habe bislang wenig Bereitschaft gezeigt, die notwendigen 10,5 Millionen Euro in einen Bahnhalt zu investieren.

So viel Geld kostet nach früheren Schätzungen ein ausgebauter Bahnhalt am Stadion. Ein eher provisorisch angelegter Bahnhalt mit einer Art Schotterpiste für den Ein- und Ausstieg sei wohl mit der Bahn nicht zu machen, sagt Weber weiter. Als Grund sei eine mögliche Gefährdung der Fußballfans genannt worden, wenn sie auf ihre Anschlusszüge warten. In der Debatte um den Bahnhalt spielt aber auch die Finanzierung eine ganz entscheidende Rolle. Als das neue Fußballstadion geplant wurde, das an B17 zwischen Haunstetten und Göggingen entstand, gab es Untersuchungen, wie es mit der Verkehrserschließung laufen soll.

Es gab eine Machbarkeitsstudie. Das Ergebnis: Es sollte die vorhandene Tramlinie 3 mit einer Wendeschleife erweitert werden. Diese Wendeschleife führt zur Haltestelle „Fußball-Arena“.

Auf der Linie verkehrt mittlerweile an Spieltagen die Stadionlinie. Am Bau dieser verbesserten Anbindung der Straßenbahn war der Freistaat mit 4,75 Millionen Euro beteiligt. Die Gesamtinvestition lag bei 6,8 Millionen Euro. „Auf diese Beteiligung hat der Freistaat stets verwiesen“, sagt Weber.

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