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Augsburg

18.04.2016

Stadt rügt Wirt der Kresslesmühle

Im Dezember 2015 hat das Lokal „Kulturküche“ in der Kresslesmühle eröffnet.
Bild: Silvio Wyszengrad

Seit Jahresende kümmert sich die Kulturküche um die Kresslesmühle. Nicht alle sind zufrieden. Wie Pächter Bernd Beigl auf die Kritik von Referent Reiner Erben reagiert.

Das gastronomische Angebot samt Service, das in der Kresslesmühle angeboten wird, schlägt Stadträten auf den Magen. In ungewöhnlich deutlicher Form wird die Unzufriedenheit mit dem Wirt thematisiert. In öffentlicher Sitzung sagte der zuständige Referent Reiner Erben (Grüne): „Es funktioniert nicht gut.“

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Zwei Krisengespräche mit dem Gastronomen hätten stattgefunden, ein drittes Treffen sei angesetzt. „Bis zur Sommerpause muss sich etwas verbessern“, sagt Erben. Ansonsten müsse die Stadt womöglich die Gastronomie neu ausschreiben. Angesprochen wurde das Thema von Stadtrat Oliver Nowak (Polit-WG). Er sagte, ohne ins Detail zu gehen, dass es nicht gut laufe. Die Kritik blieb von Erben unwidersprochen. In dessen schriftlichem Bericht an die Stadträte heißt es: „Die Kulturküche, ein preisgekröntes Unternehmen, enttäuscht bisher die hohen Erwartungen.“

Pächter wünscht sich mehr Verständnis

Was läuft schief? Bemängelt wird das begrenzte Angebot an Speisen. Gäste hätten zudem moniert, dass es nach Abendveranstaltungen in der Kresslesmühle nichts mehr zu essen und zu trinken gegeben habe. Das eingesetzte Personal bringe wenig Gastroerfahrung mit, lautet eine weitere Klage.

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Pächter ist Bernd Beigl als Chef der Kulturküche. Im Dezember 2015 war das Lokal eröffnet worden. Die Kulturküche bietet nach eigenen Angaben internationale Küche an. Beigl räumt Probleme ein: „Allerdings möchte ich betonen, dass wir auch gute Veranstaltungen in der Kresslesmühle durchführten.“ Es sei nun einmal so, dass Integrationsprojekte einen größeren Anlauf benötigen und die Mitarbeiter unter Umständen eine längere Eingewöhnungsphase in den Arbeitsmarkt benötigen.

Beigl wünscht sich bei aller Kritik etwas mehr Verständnis: „Wir können nicht alle von Willkommenskultur sprechen und davon ausgehen, dass alles reibungslos funktioniert.“

In der Kresslesmühle sollen Vereine eine Heimat finden

Die Stadt hatte im Vorjahr endgültig die Einrichtung von einer Gesellschaft übernommen, die das Haus zuvor gemanagt hatte. Jetzt ist das städtische Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt der Träger. Die „Mühle“ soll ein Ort der interkulturellen Arbeit sein. Vereine sollen eine Heimat finden. Die Kabarett-Tage, seit Jahren eingeführt, sorgen für Publikumsverkehr.

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