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Augsburg

01.11.2019

Stadt stattet Nutzfahrzeuge mit Abbiege-Assistenten aus

Der Abbiege-Assistenten ist an den Fahrzeugen an einer 150-Grad-Kamera zu erkennen.
Bild: Ruth Plössel

Die neuen Systeme sollen Unfälle verhindern helfen. Wie die Geräte funktionieren.

Unfälle zwischen Nutzfahrzeugen und Fahrradfahrern sowie Fusgängern gehören zu den folgenschwersten – vor allem für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Daher stattet die Stadt Augsburg ihre Nutzfahrzeuge mit Abbiege-Assistenten aus, um die Sicherheit im Stadtverkehr zu erhöhen. Die neuen Systeme befinden sich in den Fahrzeugen des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs (AWS) sowie und des Tiefbauamts. Beim AWS werden 45 Fahrzeuge, im Bereich des Tiefbauamts 17 Großfahrzeuge nachgerüstet. Diese sind an einem reflektierenden Aufkleber mit der Aufschrift „Mit Abbiege-Assistent“ zu erkennen.

Ausgerüstete Fahrzeuge sind in Augsburg an Aufkleber zu erkennen

Der Abbiege-Assistent besteht aus einer 150 Grad- Seitenkamera, einem 7-Zoll-Monitor und einer Steuereinheit. Diese Steuereinheit wertet die Informationen im Kamerabild aus und warnt bei gefährlichen Situationen die Fahrerin oder den Fahrer. Die Kamera überwacht beim Abbiegevorgang den rechten toten Winkel neben dem Fahrzeug. Das softwarebasierte System erkennt in diesem Bereich als gefährlich definierte Bewegungen und warnt den Fahrer oder die Fahrerin sowohl optisch als auch akustisch. Dabei wechselt der Überwachungsbereich im Monitor von Grün auf Rot. Gleichzeitig ertönt ein Warnsignal.

Aktuell ist der Einbau von Abbiege-Assistenzsystemen noch freiwillig. Ab 2022 sind sie dann europaweit verpflichtend vorgeschrieben. Damit muss in jeden Bus und Lkw ein Abbiege-Assistent eingebaut werden.

Lesen Sie dazu auch: Sicherheit für Radler: Stadt will eigene Lkw nachrüsten

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