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Augsburg

25.11.2016

Stadt unterstützt neues Elefantenhaus mit zwei Millionen Euro

Die Stadt unterstützt mit zwei Millionen Euro den Bau eines neuen Elefantengeheges. 
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Stadt unterstützt mit zwei Millionen Euro den Bau eines neuen Elefantengeheges im Zoo. Es gibt im Stadtrat aber auch politischen Gegenwind.

Der Stadtrat zeigt ein Herz für die Elefanten im Zoo: Mit Mehrheit stimmten die Stadträte für den Neubau eines Elefantenhauses. Die Stadt wird sich an dem sechs Millionen-Euro-Projekt mit zwei Millionen Euro beteiligen. Es gab sieben Gegenstimmen. Sie kamen von der Ausschussgemeinschaft Freie Wähler, Linkspartei, ÖDP und Polit-WG. Otto Hutter (Linke) stimmte nicht ab. Auch die Grünen-Stadträtinnen Verena von Mutius und Antje Seubert lehnten das Vorhaben ab. Elefanten könnten nicht artgerecht gehalten werden, war die Aussage.

Wenn alles problemlos umgesetzt wird, kann das Gehege im Jahr 2019 bezogen werden. Mit dem Bau des Elefantenhauses wird dauerhaft die Zukunft der Dickhäuter im Tierpark gesichert. Ohne den Neubau wäre über kurz oder lang das Aus für die Elefanten gekommen. Die jetzige Anlage entspricht nicht mehr den aktuellen Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren. Für die Elefantenkühe Targa, 61 Jahre, und Burma, 47, gilt eine Ausnahmegenehmigung. Sie dürfen ihren Lebensabend im Zoo verbringen. Neue Tiere können aber unter den jetzigen Bedingungen nicht geholt werden.

Der Zoo bezahlt 500.000 Euro

Bei der Finanzierung trägt die Stadt ein Drittel der Gesamtkosten. Der Zoo selbst bringt einen Eigenanteil von 500.000 Euro ein. Darüber hinaus wird ein Darlehen von zwei Millionen Euro aufgenommen. 1,5 Millionen sollen aus Spenden und möglichen Zuschüssen von Dritten bereitgestellt werden. Staatliche Fördermittel werden ebenso wenig fließen wie Geld aus einem europäischen Topf. Insofern wurde die ursprüngliche Planung auch abgespeckt. Von 8,3 Millionen gingen die Kosten auf jetzt sechs Millionen zurück. Zoodirektorin Barbara Jantschke sagt, dass Elefanten als Besucherlieblinge auch künftig dafür sorgen, dass der Tierpark gute Besucherzahlen aufweise. In diesem Jahr sind bereits mehr als 600000 Gäste gezählt worden. Es spricht alles für ein Rekordergebnis.

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Unabhängig vom Bau des Elefantenhauses will die Stadt auch ein Gesamtumweltbildungskonzept auf den Weg bringen. Einen Antrag stellte die SPD. Er geht über frühere Ideen der Grünen hinaus, die sich für den Zoo ein eigenständiges Umweltkonzept gewünscht hatten.

Die Stadt hat zuletzt jährlich eine Million Euro an Betriebskostenzuschüssen an den Zoo überwiesen. Investitionen mit städtischem Geld gab es nicht. „Der jetzige Brocken ist für den Zoo zu groß“, sagt Oberbürgermeister Kurt Gribl.

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