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Augsburg

18.09.2013

Stadt will WLAN in der City

Die Stadt will nun doch drahtloses Gratis-Internet für alle auf dem Rathausplatz. Dies beschloss der Organisationsausschuss des Stadtrates. Freifunk-Initiative geht leer aus.

Die SPD und ein Privatradio reagierten bereits im Juni auf die Diskussion, jetzt will auch die Stadt drahtloses Gratis-Internet für alle auf dem Rathausplatz einrichten: Der Organisationsausschuss des Stadtrates beschloss dies am Dienstag. Im Sommer hatte es erregte politische Diskussionen gegeben, nachdem der Ausschuss fast einstimmig dafür gestimmte hatte, erst einmal Erfahrungen aus anderen Städten zu sammeln. Im Nachgang wollten aber dann doch alle Parteien das Thema beschleunigen.

Kosten im ersten Jahr von rund 5400 Euro

Die Stadt rechnet mit Kosten von 5400 Euro im ersten und 2400 Euro in den Folgejahren. Zunächst soll es am Rathausplatz losgehen, später sollen möglicherweise Kö und Moritzplatz folgen. Die Stadtwerke sollen als Kooperationspartner der Stadt fungieren, betrieben werden soll das Ganze von einem kommerziellen Anbieter. Trotzdem ist die Nutzung kostenlos.

Mehr als eine Stunde diskutierten die Stadträte am Dienstagnachmittag darüber, welche Sicherungsmaßnahmen nötig sind und – damit verbunden – wer das WLAN betreiben soll. Zuletzt war auch die Initiative „Freifunk“ im Gespräch, die in Augsburg auf ehrenamtlicher Basis öffentliche Drahtlosnetzwerke errichtet, von denen aus jeder mit Laptop, Tablet oder Handy ins Internet gehen kann. In der Innenstadt sind die Freifunker unter anderem am Moritzplatz und am Elias-Holl-Platz vertreten.

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Dass Stadt und Freifunker beim Rathausplatz nicht zusammenkommen, liegt unter anderem daran, dass die Freifunker das Filtern von Internet-Inhalten prinzipiell ablehnen. Wer einmal damit anfange, werde sich schwertun, Grenzen zu ziehen, sagt Christian Steinherr von der Initiative.

Stadtverwaltung und Stadträten war aber daran gelegen, dass keine Seiten mit pornografischen Inhalten über städtisches WLAN erreichbar sind. Wenn Jugendliche Schmuddelseiten betrachten wollen, können sie das auch über die UMTS-Verbindung des Smartphones. Aber die Stadt habe ein Problem in der Außendarstellung, wenn es über städtisches WLAN passiert, sagte etwa Rainer Schönberg (Freie Wähler).

Letztlich stimmte der Ausschuss gegen die Stimmen von Grünen und Linken für die Vorlage der Stadtverwaltung. Die Freifunker reagierten enttäuscht. Von der Stadt ins Feld geführte technische Probleme wären lösbar gewesen, so Steinherr. Das eigene Funknetz wolle man trotzdem weiter ausbauen.

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