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Stadtentwicklung: Wir brauchen mehr günstige Wohnungen

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Kommentar Von Stefan Krog
10.08.2018

In Augsburg sind neue Projekte geplant, die vor allem München-Pendler freuen dürften. Das ist kein Problem, doch man muss auch an andere denken.

Es ist absehbar, dass die entstehenden Wohnungen rund um den Hauptbahnhof eher etwas für Gutverdiener sein werden. Die Lage in unmittelbarer Innenstadt- und Bahnnähe werden sich die Bauträger teuer bezahlen lassen. Schon im ersten fertigen Bauabschnitt wohnt so mancher München-Pendler, der das Preisniveau der Landeshauptstadt gewohnt ist. Es sind Menschen, die bereit sind, auch in Augsburg mehr für eine Wohnung in Bahnnähe zu zahlen.

Nur zur Orientierung: 17,10 Euro Miete pro Quadratmeter veranschlagte das Immobilienportal „immowelt“ bei Neuvermietungen in München zuletzt, in Augsburg waren es 9,80 Euro; für Neubauten in guter Lage können hier erfahrungsgemäß aber auch auch zwölf Euro verlangt werden.

Das Wohnungsangebot könnte so manchen Münchner anziehen: Man ist mit dem ICE in einer guten halben Stunde am Münchner Hauptbahnhof – manche Arbeitnehmer brauchen innerhalb der Landeshauptstadt länger von zu Hause an ihren Arbeitsplatz. Es besteht gleichwohl kein Grund zu befürchten, dass Augsburg ein Vorort von München wird und massenweise Münchner die Mietpreise hochtreiben – einmal davon abgesehen, dass sie gleichzeitig auch Geld und Steuerabgaben nach Augsburg bringen würden. Aktuell gibt es gut 8000 München-Pendler aus dem Stadtgebiet Augsburg, wobei das nicht alles Ex-Münchner sind – viele von ihnen leben seit jeher in Augsburg und haben auf dem Münchner Arbeitsmarkt einen Job gefunden.

Was wichtig ist: dass bezahlbarer Wohnraum in Augsburg geschaffen wird. Er muss nicht direkt in Top-Pendlerlage am Hauptbahnhof liegen, aber er muss kommen. Die Bauverwaltung ist auf Druck der SPD dabei, ein Gutachten zu erstellen, wie sich ein verbindlicher Anteil an geförderten Wohnungen in Neubaugebieten festlegen lässt. Auf die Ergebnisse kann man gespannt sein. Überfällig war diese Untersuchung schon lange.

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11.08.2018

Wie viele "günstige" Wohnungen sollen es denn sein ?

100, 1.000, 10.000 oder 100.000 ?

Und dann regt man sich über dicht bebaute Städte und unerträgliche Wärme im Sommer auf?

Was ist das Ziel? Nur Menschen die klare Ziele haben erreichen dies auch - andernfalls treibt es nur so dahin.

Wollen wir Armutszuwanderung aus der ganzen Welt und einen SPD Bürgermeister wie in Duisburg der dann jammert?

Ich will kein Augsburg mit über 300.000 Einwohnern - ich will ein Augsburg das arbeitenden Menschen ohne Ansehen der Herkunft eine gute Heimat ist. Mit guten Verkehrswegen, guten Freizeitangeboten und in sauberer Umwelt.

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