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13.07.2019

Stadträtin beschimpft?

Polizei äußert sich zu Einsatz

Es war ein Erlebnis, das die SPD-Stadträtin Margarete Heinrich aufgewühlt hat. Als sie den Fall im Internet öffentlich machte, bekam sie viel Zuspruch. Heinrich hatte davon berichtet, dass ein Vater seine vierjährige Tochter rund eine halbe Stunde lang alleine vor dem Helio-Einkaufszentrum habe stehen lassen, an der viel befahrenen Viktoriastraße. Als sie deshalb die Polizei gerufen habe, berichtete die SPD-Rätin, habe sich eine Streife nur wenig für die Sache interessiert. Sie hätten kurz das Fenster runtergelassen und seien dann zum nächsten Einsatz weiter. Die Polizei widerspricht auf Anfrage teilweise.

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Polizeisprecher Michael Jakob sagt, die Kollegen hätten kurz mit dem Vater, der zwischenzeitlich wieder da war, gesprochen. Sie hätten keine Anhaltspunkte für eine Vernachlässigung oder Gefährdung erkannt. Er habe sich im Gespräch auch nicht aggressiv verhalten. Deshalb seien die Personalien des Mannes nicht aufgenommen worden. Dass er die Tochter alleine ließ und zum Einkaufen ging, habe der Vater damit begründet, dass sie nicht mitkommen wollte. Später überlegte sich das Kind das aber wohl anders. Es rief laut der SPD-Rätin nach dem Papa und begann zu weinen. Als der Vater nach rund 20 Minuten kam und sie ihn ansprach, habe er sie als „dumme blöde Uschi“bezeichnet, sagt Heinrich. (jöh)

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