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29.04.2010

Stadtspitze trommelt für das Zukunftsprojekt

"Wer davon spricht, dass es beim Innovationspark ein Sterben auf Raten gibt, schadet dem Standort." Mit diesen Worten reagierte gestern OB Kurt Gribl (CSU) auf frühere Äußerungen der wirtschaftspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Margarete Heinrich.

Heinrich hakte auch gestern in der Stadtratssitzung nach. Sie vermisse nach wie vor Zahlen, wie die Stadt das Projekt erfolgreich nach vorne bringen möchte. "Wir brauchen einen Businessplan für die nächsten fünf Jahre."

Aus Sicht von Gribl ist für die Entwicklung des Innovationsparks bereits sehr viel geschehen. Quasi in Rekordzeit sei das Planungsrecht geschaffen worden. Auch sei längst ein Großteil der benötigten Grundstücke auf dem riesigen Areal erworben worden.

Dies sagte Gribl gestern in einem ausführlichen Bericht über die Situation des Innovationsparks. Kernbotschaft: Die Stadt ist mit dem zukunftsweisenden Projekt auf dem richtigen Weg. Gribl verwies auf zugesagte Unterstützung von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und dem bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP).

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Schlagzeilen machte der Innovationspark wegen personeller Konflikte. So ist das Verhältnis von Wirtschaftsreferent Andreas Bubmann, dem städtischen Mitarbeiter Wolfgang Färber und dem IHK-Vertreter Alexander Gundling nicht unbelastet. Auf diese Personaldebatte ging Gribl nicht ein. Er betonte vielmehr, dass der Innovationspark die "richtige Ausrichtung" habe. Er sei breit aufgestellt, weil mehrere Branchen angesprochen werden. Es gehe nicht nur um Luft- und Raumfahrt, sondern auch um Fahrzeugbau und Maschinenbau.

Gribl: "Wenn uns im Vergleich immer die niedersächsische Stadt Stade vorgehalten wird, weise ich dies zurück. Denn Stade ist eben ausschließlich auf den Luftfahrtkonzern Airbus ausgerichtet."

Dass eine GmbH, die den Augsburger Innovationspark vorantreiben soll, noch nicht gegründet ist, sieht Gribl nicht als Problem: "Es gibt keinerlei Handlungszeitdruck. Es ist kein Stillstand, wenn der Posten des Geschäftsführers nicht besetzt ist." Das Projektteam, das mit drei Mitarbeitern besetzt ist, leiste gute Arbeit und werde von einem Lenkungsausschuss unterstützt. Diesem Kreis gehören neben dem OB Spitzenvertreter der Handwerkskammer und IHK an.

Gribl betonte, "dass ich keineswegs blind in eine Gesellschaft gehe." Zunächst müsse die Finanzierung geklärt sein. Da müsse sich auch die Wirtschaft in die Pflicht nehmen lassen. Dauerhaft müsse die Gesellschaft auf gesunden Füßen stehen: "Und ich will nicht betteln."

Bislang stehen die Stadt sowie die beiden Wirtschaftskammern bereit, in die Gesellschaft einzusteigen. Allerdings signalisierten die Kammern, dass sie lediglich für eine Übergangszeit eine Anschubfinanzierung leisten könnten. Die Stadt sieht das Problem, dass sie dann auf Folgekosten in späteren Jahren sitzen bleibt. Hintergrund: Für die Position des Geschäftsführers soll ein Topmanager gewonnen werden, den die Wirtschaft zuletzt immer wieder ins Spiel gebracht hatte.

In der Debatte hoben Bernd Kränzle (CSU) und Werner Lorbeer (Pro Augsburg) die Erfolge des Innovationsparks hervor. Neben Heinrich äußerten Reiner Erben (Grüne), Rose-Marie Kranzfelder-Poth (FDP) und Alexander Süßmair (Die Linke) ihre Sorge, dass es beim Zukunftsprojekt teils zu sehr stocke.

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