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Buslinien in Augsburg

25.03.2009

Stadtwerke reagieren auf Kunden-Klagen

Zehntausende Augsburger sind täglich mit dem Bus unterwegs. Der Frust fährt oft mit. Die Klagen der Fahrgäste sind bei den Verantwortlichen jetzt angekommen. Von Michael Hörmann

Zehntausende Augsburger sind täglich mit dem Bus unterwegs. Der Frust fährt oft mit. Überfüllte Fahrzeuge, schlechte Taktzeiten, fehlende Anschlussverbindungen gehören zu den weit verbreiteten Klagen. Die Botschaft der Fahrgäste ist bei Stadt und Stadtwerken angekommen. Unter dem Stichwort "Optimierung des städtischen Busnetzes" gibt es ein breit angelegtes Projekt. Ziel: Mehr Fahrgäste sollen am Ende zufriedener im Bus sitzen.

Mit unverzüglichen Ergebnissen ist jedoch nicht zu rechnen. Wahrscheinlich im Herbst dürfte feststehen, wo Handlungsbedarf besteht.

Arno Ruile von den Stadtwerken (Verkehrs-GmbH) informierte im städtischen Wirtschaftsausschuss über das Projekt. Augsburgs OB Kurt Gribl habe die Optimierung des Busnetzes maßgeblich vorangetrieben. Um die gesammelten Ergebnisse auszuwerten, wird laut Ruile ein Lenkungskreis eingerichtet. Ihm gehören Vertreter der Rathaus-Fraktionen, der Stadtverwaltung, der Stadtwerke und des Behindertenbeirats an.

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Steigender Bedarf nach 20 Uhr

Um an Ergebnisse zu gelangen, werden die Stadtwerke eng mit den Verantwortlichen in den Stadtteilen zusammenarbeiten. Der Kontakt mit den Arbeitsgemeinschaften (Arge) vor Ort wird geknüpft.

Und darum geht es:

Erreichbarkeit neuer Wohngebiete Das Busnetz soll besser an neue Wohngebiete angepasst werden. Genannt wurde das Sheridan-Areal.

Taktzeiten Einzelne Linien, die aber nicht konkret bezeichnet wurden, werden kaum von Fahrgästen angenommen. Andererseits haben verlängerte Öffnungszeiten dazu geführt, dass auch abends nach 20 Uhr noch viele Beschäftigte auf den Bus angewiesen sind.

Straßenbahnlinie 6 Diese Linie, die vom Hauptbahnhof über Hochzoll nach Friedberg-West führen wird (geplante Inbetriebnahme Ende 2010), wird den Busverkehr in Hochzoll radikal verändern. Parallelfahrten von Bus und Tram sind aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht gewünscht. Die Busse sollen die Fahrgäste stattdessen zu den Tramhaltestellen befördern.

Brechung Ziel ist es auch, dass Buslinien aus dem Umland, die bislang direkt nach Augsburg führen, an den Stadtgrenzen gebrochen werden. Die Fahrgäste sollen in die Tram umsteigen.

Ende 2009 wird dies laut Ruile in Haunstetten der Fall sein. Die Regionalbusse aus Königsbrunn sollen an der Straßenbahn-Endhaltestelle Haunstetten-Nord, die ausgebaut wird, enden. Ein ähnliches Konzept wird für Busse aus Kissing/Mering gelten, wenn die Linie 6 fährt.

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