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Städtisches Personal verursacht Kosten, die dauerhaft bleiben

Kommentar Von Stefan Krog
27.01.2021

Dass die Ausgaben fürs Personal steigen, ist grundsätzlich nachvollziehbar. Doch in diesem Jahr wären Steigerungen kaum zu vermitteln.

Es gibt für neue Stellen bei der Stadt fast immer einen nachvollziehbaren Grund: lange Bearbeitungszeiten, lange Wartezeiten für Termine, Verzögerungen bei Projekten, zu wenig Kita-Plätze, und und und. Wenn die Stadt mangels Personal Bürgerwünsche abweisen muss, etwa dass der Ordnungsdienst mal vorbeikommt und in der Spielstraße vor der Haustür Raser ausbremst, ist das Unverständnis groß.

Investitionen kann man schieben, Gehaltszahlungen nicht

Dennoch sind die Kostensteigerungen beim Personal, die es zuletzt gab, immens. Investitionen kann man schieben, wenn das Geld knapp wird, Gehaltszahlungen nicht. Sie bleiben dauerhaft. Und natürlich sind - auch wenn es um einzelne Fälle geht - in der vergangenen Ratsperiode, als die Steuereinnahmen sprudelten und es im Dreier-Bündnis viele Begehrlichkeiten gab, auch Stellen geschaffen worden, die eng mit der Umsetzung von politischen Zielen einzelner Bündnispartner verbunden waren.

Die Stadt wird sich speziell im Jahr 2021, das finanziell von den beginnenden Corona-Folgen geprägt ist, fragen lassen müssen, wie stark die Personalkosten (bereinigt um die Tariferhöhung) nun steigen. Die Nach-Corona-Zeit wird von den Aufgaben möglicherweise ganz neue Herausforderungen bringen, doch für den Moment ist ein Anstieg - von den Kitastellen und einigen weiteren unabweisbar nötigen Stellen abgesehen - kaum zu vermitteln.

Lesen Sie auch den zugehörigen Artikel: 25 Prozent in fünf Jahren: Kosten für Personal der Stadt steigen massiv

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.01.2021

Man könnte ja mal die Anzahl der Mitarbeiter vom Ordnungsdienst reduzieren, welche unter einem Herrn Wurm massiv angestiegen sind und dafür Kindergärtner einstellen. Da würden sich die meisten sicher darüber freuen und das Geld wäre sinnvoller angelegt.

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28.01.2021

Es ist absurd, wenn der letzte Bürgermeister mit 55 ein Ruhegehalt bekommt, von dem man locker zwei städtische Bedienstete bezahlen könnte. Geld verschwendet in den letzen Jahren wurde mit dem Stadttheater und dem Bahnhofstunnel, zwei absolut sinnlose Projekte.
Wenn jetzt der Schrei nach Privatisierung kommt: Die Arbeitsleistung extern einzukaufen, macht auch kaum einen Unterschied, außer der Subunternehmer behandelt sein Personal extrem schlecht.

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27.01.2021

Ja wieviel Steigerung ist es denn jetzt tarifbereinigt? Das wäre doch mal ne Diskussionsgrundlage. Augsburg ist stark gewachsen und braucht damit auch mehr Personal. Die neuen Stellen sind ja nicht alles Bürostellen, sondern auch Kindergärtnerinnen, Ordnungsdienste, Müllwerker usw. Was wäre denn der Vorschlag von Herrn Krog? Wie soll sich eine Stadt denn personell aufstellen, wenn sie wächst und leistungsfähig bleiben will? Wie so oft: Lösungsvorschläge, intelligente Alternativen zum städtischen Handeln: Fehlanzeige im AZ-Kommentar.

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28.01.2021

Vielleicht sollte eine Stadt nicht wachsen, wenn sie es sich nicht leisten kann...

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