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Augsburg-Stadt

13.07.2015

Startschuss für Augsburger Bahnhofstunnel

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Der Augsburger Hauptbahnhof (im Hintergrund) bekommt eine unterirdische Straßenbahnhaltestelle.
Bild: Anne Wall

Es war der offizielle Auftakt für die Untertunnelung des Hauptbahnhofs in Augsburg. Doch die Arbeiten sind bereits fortgeschritten.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat am MOntag bei einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für die Untertunnelung des Augsburger Hauptbahnhofs gegeben. Bis 2022 soll der Bahnhof eine unterirdische Straßenbahnhaltestelle unter den Bahnsteigen bekommen. „Ohne Mobilität gibt es keinen Wohlstand. Augsburg wird sich dankbar dafür zeigen, dass diese Entscheidung getroffen wurde“, so Dobrindt.

Umstrittener Tunnel

Die Untertunnelung des Hauptbahnhofs ist umstritten, zumal im vergangenen Herbst massive Kostensteigerungen und eine Verzögerung der Fertigstellung von 2019 auf 2022 bekannt geworden waren. Aktuell ist von Kosten von 143 Millionen Euro die Rede. Doch mit Nebenkosten liegt das Projekt aktuell bei 188 Millionen Euro, Baupreissteigerungen dürften am Ende dafür sorgen, dass die 200-Millionen-Euro-Latte erreicht wird. Der Bund der Steuerzahler will den Tunnel heuer erneut in sein Schwarzbuch aufnehmen und zweifelt an der Förderfähigkeit. Ein Bürgerbegehren gegen den Tunnel wurde aus rechtlichen Gründen abgelehnt, am Rande des gestrigen Termins kündigte ein Sprecher der Bürgerinitiative an, möglicherweise Klage einreichen zu wollen. Sowohl Dobrindt als auch der bayerische Innenstaatssekretär Gerhard Eck stellten sich demonstrativ hinter das Projekt, das Bund und Land mit 83 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützen. Den Rest teilen sich die Bahn und die Stadtwerke Augsburg.

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Arbeiten sind schon fortgeschritten

Zudem sind die Arbeiten inzwischen weit fortgeschritten. Sie laufen bereits seit drei Jahren, ein Drittel des 500 Meter langen Bauwerks ist bereits fertig. Seit diesem Jahr befindet man sich aber in einer entscheidenden Phase, weil die Arbeiten im Bereich der Bahngleise laufen. Vorerst ist nur der Güterbereich betroffen. Ab Ende 2017, wenn die Bahn einen weiteren Bahnsteig errichtet hat, sind auch die Personengleise dran.

Aufzüge und Rolltreppen

Zusätzlich zum Tramtunnel wird der Bahnhof barrierefrei mit Aufzügen und Rolltreppen ausgestattet. Zudem will die Bahn technische Verbesserungen für den Zugverkehr einbauen, etwa neue Oberleitungen. Dafür werden weitere 50 Millionen Euro fällig. Zuletzt war in den Bahnhof, der täglich von 44000 Reisenden benutzt und mehr als 1000 Zügen angefahren wird, 1972 in größerem Maßstab investiert worden, als es ein neues Stellwerk gab. DB-Netz-Vorstand Roland Bosch sprach jetzt von 150 Millionen Euro Investition.

„Mobilität ist der entscheidende Zukunftsfaktor“, so der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU). Der momentane Zustand am Hauptbahnhof sei „beschämend“. Mit dem Paket werde es Verbesserung für den S-Bahn-ähnlichen Nahverkehr sowie für den Fernverkehr geben. Wie berichtet soll die Bahnachse Karlsruhe–Stuttgart–Ulm–Augsburg–München–Burghausen zur Magistrale ausgebaut werden.

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