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Kommunalpolitik in Augsburg

22.03.2013

Stefan Kiefer ist OB-Kandidat der SPD

Stefan Kiefer will die SPD wieder an die Macht führen.

Freitag um 18.44 Uhr stand es fest: Stefan Kiefer wurde mit 94,3 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeisterkandidaten der SPD nominiert

Den Rückhalt in den eigenen Reihen hat Stefan Kiefer schon: Der SPD-Fraktionsvorsitzende wurde Freitagabend mit 94,3 Prozent der Stimmen als Oberbürgermeister-Kandidat nominiert. Die Herausforderung folgt: Kiefer will bei der OB-Wahl am 16. März den amtierenden Rathauschef Kurt Gribl (CSU) ablösen – gegebenenfalls in einer Stichwahl.

Kiefer gab sich jedenfalls kämpferisch und angriffslustig. Der dreifache Familienvater sagte unter dem Jubel der Genossen: „Die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner scheue ich nicht. Politik muss den Menschen dienen, und davon ist die Politik der zurückliegenden fünf Jahre weit entfernt.“

Die Bilanz von Oberbürgermeister Kurt Gribl und dessen Regierungsmannschaft falle enttäuschend aus: „Das, was alles schief gelaufen ist, geht auf keine Kuhhaut und darf sich nicht fortsetzen.“ Zur Person Gribl sagte er: „Kurt Gribl ist verantwortlich für die misslungene Rathauspolitik. Er hat seine Referentenriege selbst zusammengesucht – und er war selbst froh, als zwei von ihnen vorzeitig wieder gehen mussten.“ Kiefer bezog sich auf Walter Böhm (Ordnung) und Andreas Bubmann (Wirtschaft), auf die Volker Ullrich (Ordnung) und Eva Weber (Wirtschaft) folgten.

Kiefer, der seit 2008 die Stadtratsfraktion führt, ist bereit, die Chefposition im Rathaus zu übernehmen. Er stehe nicht allein, sondern baue auf den Mannschaftsgedanken in der SPD: „Was wir brauchen, ist ein Team. Eine Mischung aus Jungen und Alten, aus Erfahrung und neuen Ideen. Wir bilden das Team, das überzeugt ist und läuft.“ Stellung nahm Kiefer zu Spekulationen über eine Große Koalition von CSU und SPD ab Mai 2014: „Ja, ich suche eine wesentliche bessere Zusammenarbeit zwischen linkem und rechtem Rathauslager als in den zurückliegenden vier Perioden. Aber ich rede nicht von einer Großen Koalition zwischen SPD und CSU, sondern bestenfalls von einer Koalition der Vernunft aus allen demokratischen Gruppierungen im Rathaus unter Führung der SPD.“ 

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