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Augsburg

14.04.2019

Stellenabbau bei Premium Aerotec: Jetzt will die "Allianz für Arbeit" helfen

Bis zu 1100 Arbeitsplätze sind bei Premium Aerotec mittelfristig gefährdet.
Bild: Silvio Wyszengrad

Der mögliche Abbau von 1100 Stellen bei Premium Aerotec ist ein Schock. Es gibt ein Gremium, das Unterstützung anbietet.

Die Zahl ist benannt: Bis zu 1100 Arbeitsplätze könnten schlimmstenfalls beim Luftfahrtzulieferer Premium Aerotec in Augsburg wegfallen. Als Zeitfenster wird das Jahr 2023 angegeben. Gegenwärtig sind am Standort 3600 Beschäftigte für die Firma tätig, die zum Mutterkonzern Airbus gehört. Die Nachricht vom möglichen radikalen Stellenabbau ist nicht nur für Mitarbeiter ein Schock. Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber kündigte in einer ersten Reaktion an, dass nach den Osterferien eine Sitzung der „Allianz für Arbeit“ stattfinden werde.

Stellenabbau bei Premium Aerotec: So ist die Allianz für Arbeit besetzt 

Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern der Stadt, der Arbeitsagentur, des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), der IG Metall, der Handwerkskammer sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) zusammen. Im Fall von Premium Aerotec geht es nun in erster Linie darum, in diesem Kreis die denkbaren Szenarien des Unternehmens auszuloten, heißt es. Akuter Handlungsbedarf ist nicht gegeben, da frühestens im Jahr 2021 der Arbeitsplatzabbau in großem Stil stattfinden könnte. Zuvor gilt für die Beschäftigten von Premium Aerotec ein Kündigungsschutz.

Die Aufgabe der Allianz für Arbeit ist es, Mitarbeiter zu unterstützen, die bei Firmen vor der Entlassung stehen. Federführend über die Agentur der Arbeit werden mögliche Qualifizierungsmaßnahmen für diese Beschäftigten vorgelegt. Dies kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft vermittelt wird.

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Die Allianz für Arbeit ist auch involviert, wenn es gegenwärtig um die Zukunft der Fujitsu-Mitarbeiter am Standort Augsburg geht. Die Verhandlungen zwischen Unternehmensleitung und Vertretern der Arbeitnehmer sind in der entscheidenden Phase. Das Werk in Augsburg soll zum Herbst 2020 komplett geschlossen werden. In diesem Fall würden 1850 Beschäftigte inklusive von 350 Leiharbeitern ihren Job verlieren. Dem Vernehmen nach gibt es aber Hoffnung für einen Teil der Belegschaft.

Wirtschaftsreferentin Eva Weber sagt zum Aufgabenbereich der Stadt: „Wir wollen an den Zukunftsperspektiven für die Mitarbeiter aktiv mitarbeiten.“

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