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Augsburg

19.03.2009

Streik: Bus und Tram fahren nicht

In Augsburg wird ab Freitag gestreikt. Archivbild: Ploessel

Jetzt ist es so weit: Seit 1 Uhr früh stehen die städtischen Busse und Trams wieder still. In Augsburg läuft der unbefristete Streik im öffentlichen Nahverkehr zunächst bis Sonntag früh.

Am Freitag ist es so weit: Ab 1 Uhr früh stehen die städtischen Busse und Trams wieder still. In Augsburg läuft der unbefristete Streik im öffentlichen Nahverkehr zunächst bis Sonntag früh. Das teilte am Donnerstag die Gewerkschaft Verdi mit.

Streikdauer: Die Augsburger Verkehrsbetriebe werden bis Sonntag früh, 4 Uhr, bestreikt. Dies gilt auch für die Nachtbusse am Wochenende. Bestreikt werden Fahrbetrieb, Werkstätten, Gleisbau und Infrastruktur. Beschlossene Sache ist weiter, dass die städtischen Busse und Trams am Sonntag und Montag wieder fahren, wie Hans Blöchl von der Gewerkschaft Verdi mitteilt. Ab Dienstag seien weitere Streikaktionen in Augsburg möglich.

Notfahrplan: Den gibt es in Augsburg nicht, weil die Stadtwerke keine Subunternehmer mit eigenem Fuhrpark beschäftigen. Ersatzbusse hätten auch nicht annähernd die Platzkapazitäten wie Trams, sagt Sprecher Jürgen Dillmann.

Streik: Bus und Tram fahren nicht

Regionalverkehr: Die AVV-Busse und die Bahn im regionalen Verkehrsverbund fahren an den Streiktagen nach Fahrplan.

Schule: Der Unterricht soll heute normal laufen, auch an weiterführenden Schulen mit Schülern von auswärts. "Der Streik wurde langfristig angekündigt", sagt Herbert Schuhknecht, Leiter des Holbein-Gymnasiums und stellvertretender Ministerialbeauftragter von Schwaben. "Wir gehen davon aus, dass die meisten Schüler eine Möglichkeit finden, pünktlich zu kommen." Wer etwas zu spät kommt, bekommt aber keinen Ärger, hieß es gestern.

afa: Die Augsburger Frühjahrsausstellung afa startet zwar erst am 28. März. Doch falls sich der Streik ausweiten sollte, gibt es schon Notfallpläne. Laut Veranstalter müsste man dann einen privaten Bus-Shuttle von zentralen Plätzen in der Stadt organisieren. Auch mit einem größeren Bedarf an Parkplätzen an der Messe müsste gerechnet werden. Der Veranstalter AFAG hat schon entsprechende Erfahrungen gemacht. Ein Streik im Nahverkehr wäre für die afa aber trotzdem ein ernst zunehmendes Problem, das die ganze Besucherkalkulation durcheinanderbringen könnte.

Tarifkonflikt: Einer Einigung stehen laut Gewerkschaft bislang drei Knackpunkte im Wege: die von den Arbeitgebern geforderte lange Laufzeit des Tarifvertrags von 27 Monaten, eine Arbeitszeitverlängerung von einer halben Stunde pro Woche ab 2010 und das Fehlen einer sozialen Komponente für die unteren Einkommensgruppen.

Fahrgäste: An Wochentagen sind vom Streik rund 180.000 Fahrgäste betroffen, am Wochenende bis zu 150.000.

Kosten: Der Streik an einem Werktag bedeutet für die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke einen Einnahmeverlust von bis zu 50.000 Euro.

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