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26.06.2007

Strenge EU-Vorgaben für FCA-Arena

Der Neubau des FCA-Stadions ist eine (fast) unendliche Geschichte. Heute geht es nach Informationen unserer Zeitung bei einem Spitzentreffen einmal mehr um das äußerst komplizierte Vertragswerk. Zuletzt hatte die Regierung von Schwaben bei der Prüfung auf einige Bedenken aus ihrer Sicht hingewiesen. Wir sprachen gestern darüber mit Ludwig Schmid.

Prüft die Regierung von Schwaben das Stadion zu Tode, wie es schon aus Kreisen der Politik heißt?

Schmid: Nein, natürlich nicht. Aber es gibt strenge Vorgaben der Europäischen Union (EU), die zu erfüllen sind. Darauf haben wir frühzeitig hingewiesen, bevor es später Ärger geben könnte.

Was sind das für Vorgaben?

Schmid: Zunächst gilt, dass es grundsätzlich keine direkte Förderung aus öffentlicher Hand für ein Profifußball-Stadion geben darf, weil dies dem Gedanken des freien Wettbewerbs widerspricht.

Aber der Freistaat, der bekanntlich fünf Millionen Euro nach Augsburg fließen lassen möchte, könnte doch sagen, das Augsburger Stadion ist ein solch wichtiges Projekt, das unbedingt vom Staat unterstützt werden müsste? Ist das erlaubt?

Schmid: Die EU-Kommission kann Ausnahmen zulassen. Dazu bedarf es aber der Notifizierung des Fördervorhabens. Diese Prüfung kann sehr lange dauern. Ein Jahr ist durchaus denkbar. Und keiner weiß, was am Ende herauskommt.

Also war es notwendig, dass die Stadt bei der Stadion-Gesellschaft einsteigt, um das Projekt "europafest" zu unterstützen?

Schmid: Ja, eine Beteiligung ist keine Förderung. Die FCA-Arena- Bau- und Betriebsgesellschaft ist eine Firma, an der sich die Stadt beteiligen kann. Es geht bei der rechtlichen Prüfung darum, wie das Vertragswerk konkret ausgestaltet ist.

Was heißt das?

Schmid: Nun ist es zu prüfen, ob sich die Stadt bei diesem Projekt finanziell engagiert, wie dies auch ein vernünftig denkender Kaufmann tun würde. Das heißt, die Konditionen müssen stimmen und die Stadt darf natürlich kein überhöhtes finanzielles Risiko eingehen.

Die Prüfer der Regierung hatten zuletzt Bedenken geäußert. Oder?

Schmid: Wir haben auf einige wichtige Punkte hingewiesen, die aus unserer Sicht nachzuarbeiten sind. Die Partner beim Stadion-Projekt wollen dies auch tun. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Vertragswerk passt.

Werden wir Sie dann also auch in zwei Jahren im neuen Stadion sehen?

Schmid: Ich freue mich schon, wenn ich mit meinem Enkel in der Arena bei einem Spiel des FCA dabei sein werde. (möh)

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