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Augsburg

12.02.2019

Student dreht Film mit spektakulären Flugmanövern

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Den achtminütigen Dokumentarfilm mit Kunststücken der Extremflieger kann man jetzt im Internet sehen.
Bild: Julian Leupold

Hochschulstudent Julian Leupold hat einen spektakulären 360-Grad-Film gedreht. Wie Zuschauer den besten Adrenalin-Kick bekommen.

Als der Österreicher Felix Baumgartner mit seinem Fallschirm aus fast 40 Kilometern Höhe sprang, wurde er weltberühmt. Das war vor sieben Jahren. Viele Menschen haben damals den Stratosphärensprung mitverfolgt und mitgezittert. Auch bei Julian Leupold hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Heute ist Leupold Student an der Hochschule Augsburg. Nun hat er einen spektakulären Film gedreht. Er nimmt Zuschauer mit in die Welt von fliegenden Extremsportlern.

„Into the Sky“, so heißt der achtminütige Dokumentarfilm. Er entstand als Abschlussarbeit im Masterstudium „Interaktive Mediensysteme“. Leupold erzählt darin über den adrenalingeladenen Alltag eines Kunstflugpiloten, eines Fallschirmspringers und eines Gleitschirmfliegers. Das Besondere: Zuschauer können im Internet die spektakulären Manöver in der Luft in 360-Grad-Optik mitverfolgen, als wären sie selbst dabei. Möglich machen das Spezialkameras. Dadurch sind Betrachter des Films in der Lage, jederzeit den Blickwinkel zu wechseln und zu schauen, was rundherum alles in der Luft und am Boden passiert. Dass dieser Film entstand, ist kein Zufall: „Ich liebe alles, was schnell, hoch und Adrenalin geladen ist“, sagt Julian Leupold, der ein Fan von Achterbahnen ist.

Eine Geschichte, die viele anspricht

Seine Abschlussarbeit im Studium sollte aber nicht nur spannend, sondern auch kommerziell verwertbar sein. Leupold wollte eine Geschichte erzählen, die ein breites Publikum anspricht. Der 24-jährige Masterstudent hat eineinhalb Jahre Arbeit in sein Projekt gesteckt. Betreuer waren die Professoren Michael Kipp und Robert Rose.

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Student dreht Film mit spektakulären Flugmanövern.

Leupold machte sich zunächst auf die Suche nach Extremsportlern. Zusagen bekam er von Fallschirmspringer Steffen Hanselka aus Donauwörth, Kunstflug-Pilot Fe-lix Fleischhauer aus dem Allgäu und Gleitschirmflieger Clemens Schrempf aus Österreich. Die drei zeigen im Film atemberaubende Manöver, angefangen bei Loopings bis hin zum Sturzflug im Segelflugzeug. Diese Luftakrobatik sollten Zuschauer hautnah erleben, sozusagen aus der Ich-Perspektive der Sportler. Deshalb wagte sich Julian Leupold mit ihnen zusammen in die Luft, um zu filmen.

Herzklopfen, bevor die Türe aufgeht

„Fallschirmspringen war für mich eine Premiere“, erzählt er. „Man hat schon Herzklopfen, bevor die Türe im Flugzeug aufgeht.“ Am meisten Angst hatte er aber um die Spezialkamera auf seinem Helm, die nicht kaputt gehen sollte. Auch Gleitschirmfliegen probierte der 24-Jährige zum ersten Mal im Tandem. Der Flug vom Dachsteingletscher hinunter und über eine Steilwand hinweg über den Hallstätter See sei nicht nur ein Adrenalin-Kick, sondern auch ein unvergessliches Naturerlebnis gewesen, sagt Julian Leupold.

Bei seiner Masterarbeit hatte der Student viele Herausforderungen zu meistern, angefangen bei einem spannenden Drehbuch bis hin 360-Grad-Technik für den Film. Inspirieren ließ er sich von Vorbildern in der Werbung und im Internet-Fernsehen. „BMW hat mit dem Format experimentiert“, sagt Leupold. Red Bull habe eine Internet-Plattform mit Extremsportarten. Auch ein Trailor für die Thriller-Fernsehserie „You Are Wanted“ von und mit Matthias Schweighöfer wurde mit dieser Technik gedreht. Nun will Leupold noch eins obendrauf setzen. Zusammen mit Partnern arbeitet er an einer App, die demnächst in Stores zu haben sein wird. In der App wird es eine interaktive Version des Filmes geben. „Der Zuschauer kann den Moment des Absprungs selbst bestimmen, er kann das Kunststück und die Perspektive auswählen“, sagt Leupold. Sein Tipp: Eine Spezialbrille fürs Handy kaufen. Bausätze für ein Modell aus Pappe (etwa Cardboard) sind für wenige Euro zu haben. Damit hat man als Zuschauer dann den besten Adrenalin-Kick.

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