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Augsburg

21.05.2018

Teatro gegen Winter Wonderland: Krach um die Dinnershows

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Ein Ableger des Münchner „Teatro“ mit Sternekoch Alfred Schuhbeck kommt nach Augsburg.
Bild: Ursula Düren, dpa (Archivfoto)

Schuhbecks „Teatro“ und das „Winter Wonderland“ von Entertainer Chris machen sich in Augsburg Konkurrenz. Nun stehen schwere Vorwürfe im Raum.

Zwei Dinnershows in Spiegelzelten im kommenden Winter in Augsburg – aber mit zwei konkurrierenden Veranstaltern: Das sorgt zwischen den beteiligten Akteuren für Ärger. Am Donnerstag wurde bekannt , dass ein Ableger des Münchner „Teatro“ mit Sternekoch Alfred Schuhbeck nach Augsburg kommen wird. Am Freitag meldete sich Entertainer Chris Kolonko zu Wort, der zur selben Zeit mit seinem „Winter Wonderland“ gastieren wird. Kolonko ist auf den Produzenten des Konkurrenzprojekts schlecht zu sprechen und wirft ihm einen „Rachefeldzug“ vor.

Ist der Teatro-Produzent auf Rache aus?

Beide Dinnershow-Produktionen sollen zwischen November und Januar zwei Monate in Augsburg laufen. Hinter Schuhbecks „Teatro“ steht die Firma Teatro Events mit Produzent Clemens Zipse. Der bekannte bayerische Sternekoch Alfons Schuhbeck gibt seinen Namen fürs Teatro und ist nach Angaben der Firma auch für den kulinarischen Teil der Dinnershow zuständig.

Entertainer Chris betont, mit Schuhbeck verstehe er sich sehr gut und habe auch schon für ihn gearbeitet. „Wir haben ein tolles Verhältnis.“ Sauer ist der Entertainer jedoch auf Teatro-Produzent Zipse. „Er führt einen Rachefeldzug“, sagt Chris. Hintergrund sei, dass Zipse zunächst versucht habe, ein gemeinsame Dinnershow mit ihm nach Augsburg zu bringen. „Das wollte ich aber nicht“, sagt Kolonko. Nun kommt der Teatro-Ableger zur selben Zeit nach Augsburg wie das Winter Wonderland. Beide Produktionen machen sich Konkurrenz.

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Teatro ist eine große Konkurrenz für Chris Kolonkos Winter Wonderland

Zipse selbst war für unsere Redaktion nicht erreichbar. Er halte sich derzeit in Thailand auf, hieß es bei Teatro Events. Isabel Fischer vom Marketing der Firma bestätigte auf Anfrage, dass es in der Vergangenheit Gespräche mit Kolonko gegeben habe. Sie betont aber, die Entscheidung, mit einem Teatro-Ableger nach Augsburg zu gehen, sei rein geschäftlich gewesen. Man habe sich inzwischen ein großes Stammpublikum aus Augsburg. Das Marketing in der Stadt sei verstärkt worden. Auch gebe es in Augsburg bereits Firmenpartner für Schuhbecks Dinnershow. „Da war es für uns ein logischer Schritt, auch nach Augsburg zu gehen“, sagt Fischer. Das Projekt sei schon seit Jahren geplant.

Auch Chris Kolonko verweist auf drei Jahre Vorarbeit für sein Winter Wonderland mit Dinnershow. Der Entertainer sagte gegenüber unserer Redaktion, er sei überzeugt davon, dass er sich mit seiner Küche und seiner Show im Spiegelzelt am Plärrer nicht vor der Konkurrenz verstecken müsse. „Wir haben zwar das gleiche System der Dinnershow, aber eine ganz andere Art.“

Der Name Schuhbeck stehe für München, so Kolonko. „Und das wird so bleiben.“ Der viel beschäftigte Sternkoch werde sich wohl auch nicht selbst im Augsburger Teatro-Zelt sehen lassen, vermutet er. Das Winter Wonderland sei dagegen eine Produktion in Augsburg für die Augsburger. Es sei auch keine Kopie des Teatro, sondern biete eine ganz andere Form von Entertainment mit einer sehr persönlichen Atmosphäre fürs Publikum. Ziel sei darüber hinaus, das Winter Wonderland dauerhaft als Marke in der Stadt zu etablieren. Isabel Fischer von Teatro versichert unterdessen, Schuhbeck werde nicht nur im Teatro in München sein, sondern sicher zur Premiere nach Augsburg kommen, voraussichtlich auch zu weiteren Terminen. „Er kann sich allerdings nicht zweiteilen.“ Der Vorverkauf in Augsburg werde kommenden Mittwoch starten.

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