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Augsburg

11.08.2017

Tempo 30: Anliegerstraßen sind kaum kontrollierbar

Auch in Augsburg gibt es fünf solcher Geräte, die das aktuell gefahrene Tempo angeben.
Bild: Marcus Merk

Klagen gibt es überall im Stadtgebiet: Autofahrer sind auch in Wohnvierteln zu schnell unterwegs. Doch was kann die Stadt dagegen tun?

Tiefbauamtsleiter Josef Weber bestätigt die Beobachtung, dass breite Straßen wie die Goethestraße im Spickel „zum Rasen verleiten“. Ein Mittel dagegen wären seiner Auskunft nach sicherlich diverse Ein- beziehungsweise Aufbauten, aber dies sei der Stadt momentan weder finanziell noch personell möglich. Es sei ein sehr großer Aufwand, derartige Zonen baulich zu gestalten. Und aus dem Stegreif könne er nicht sagen, wo und ob es in Augsburg Vergleichbares gebe.

Ein weiteres Mittel ist nach Meinung von Bürgern, Anliegerstraßen zu schaffen, die auswärtigen Verkehr von einem Wohnviertel fernhalten. Davon sei man allerdings schon vor Jahren abgekommen, sagt Weber. Sämtliche Straßen eines Quartiers seien „zugelassen für alle“. Und zwar deshalb, weil alles andere gar nicht kontrollierbar sei.

Die Stadt besitzt fünf Geräte

Eine weitere Möglichkeit seien sogenannte mobile Geschwindigkeitsanzeigen. Davon, so Weber, habe die Stadt fünf zur Verfügung, die dann wechselweise zwei bis drei Wochen an besonders problematischen Stellen aufgestellt werden können. Diese Anlagen zeigen den Autofahrern nicht nur, ob sie im Rahmen der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs sind, sondern geben Auskunft darüber, wie hoch die Verkehrsfrequenz innerhalb eines Stadtgebiets in besagtem Zeitraum ist.Laut Weber gibt es in Augsburg 35 Tempo-30-Zonen. Im Spickel sei die Zone, innerhalb derer sich Autofahrer an das Tempo-Limit erinnern müssen, 45 Hektar groß. (sil)

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Die Diskussion ist geschlossen.

13.08.2017

»Und aus dem Stegreif könne er nicht sagen, wo und ob es in Augsburg Vergleichbares gebe.«

Siehe der verkehrsberuhigte Bereich um die Martinschule in Oberhausen. Klar geht das. Aber es ist auch richtig, dass man das bei der Straßengestaltung damals größtenteils nicht beherzigt hat und jetzt alles nachrüsten teuer ist. Mein Vorschlag: Bei allen Sanierungsarbeiten in T-30-Zonen muss das mit gemacht werden. Dann ist die Maßnahme im Vergleich nur geringfügig teurer, aber erst mal auf längere Sicht alles getan, was getan werden muss.

»Und zwar deshalb, weil alles andere gar nicht kontrollierbar sei.«

Och, das ist einfach: Durchgangsverkehr unterbinden. Notfalls Kreuzungen, die letztlich keine Erschließungsfunktion herstellen, abpollern. So dass halt jeder noch zu seinem Grundstück kommt, aber der Durchgangsverkehr raus gehalten wird. Auf diese Weise muss man das nicht mal kontrollieren. Es ergibt sich aus rein mechanischen Gründen, dass da keiner durch rauscht. Maximal unattraktiv eben. =) Würde zugleich auch die Raserei reduzieren, denn auf den letzten 100 m rentiert sichs dann wirklich nicht mehr.

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