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07.11.2019

Theater wegen des Bahnhofs

CSU und SPD streiten über Finanzierung

Die Diskussion über die Finanzierungskosten für den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs sorgen für den nächsten Zoff zwischen CSU und SPD. Die Koalitionspartner im Augsburger Rathaus teilen dabei jeweils kräftig aus. Anlass war die Aussage des Steuerzahlerbunds, wonach am Ende bis zu 300 Millionen Euro zu finanzieren sein müssen. Diese Zahl ist allerdings derzeit nicht belegt. Die Verantwortlichen von Stadt und Stadtwerken nennen „schlimmstenfalls“ einen Betrag von bis zu 250 Millionen Euro.

Die SPD-Vorsitzende und Augsburger Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr ist wegen der Kostenentwicklung alarmiert. Sie verweist hier auf die aktuelle Diskussion über die Sanierung des Staatstheaters: „Wir wollen bei der Sanierung des Staatstheaters nicht das gleiche Finanzdebakel erleben wie beim Umbau des Hauptbahnhofs. Dieser wurde ursprünglich mit 70 Millionen geplant und kostet aktuell voraussichtlich 300 Millionen Euro. Die Kostensteigerung hat die CSU Augsburg mit zu verantworten.“ Hätte man die ursprüngliche Planung unter dem damaligen SPD-Oberbürgermeister Paul Wengert zurate gezogen, wäre der neue Hauptbahnhof längst in Betrieb, heißt es von Bahr. OB Kurt Gribl (CSU) habe die Kostensteigerung mit zu verantworten.

Darauf reagiert der Augsburger CSU-Chef und Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich: „Die SPD wirft mit Gesteinsbrocken aus dem Glashaus“. Die Einlassung zum Bahnhofsumbau und zur Theatersanierung seien sachlich falsch und zeigten Mangel an politischer Gestaltungskraft bei der SPD. Die damals im Jahr 2006 genannten 70 Millionen Euro seien von der SPD leichtfertig platziert: „Sie beruhten zudem auf keiner objektiven Kostenschätzung“. Ullrich sagt ferner: „Die Mobilitätsdrehscheibe ist ein Jahrhundertprojekt für den Augsburger Nahverkehr. Die SPD sollte ihrer Verantwortung in der Rathauskoalition für die Stadt gerecht werden,statt zu lamentieren.“ (möh)

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