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Hochschule

19.11.2019

Tierischer Adventskalender für den Christkindlesmarkt

Niemand wird gefressen: Löwe und Antilope sind Freunde.

Susanne Mader hat die Motive hinter den 24 Türchen gestaltet, die am Verwaltungsgebäude auf dem Rathausplatz zu sehen sind. Löwe und Antilope haben eine gemeinsame Botschaft

Ein rosarotes Schweinchen im Tutu, das beim Eislaufen seine Pirouetten dreht. Löwe und Antilope, die sich im Weihnachtsfrieden einträchtig in den Armen liegen. Die Giraffe, die mit einem überdimensionierten Rollkragenpullover gemütlich eine heiße Tasse Tee schlürft.

24 tierische Motive hat sich Susanne Mader für den neuen Adventskalender am Verwaltungsgebäude auf dem Rathausplatz einfallen lassen. Ab 1. Dezember öffnet sich bis Heiligabend dort jeden Tag um 16.45 Uhr ein neues Türchen. Und die Botschaft, die dahinter- steht, soll nicht nur die Kinder verzaubern, sondern auch Erwachsene zum Innehalten und Nachdenken bewegen, wünscht sich die 26-jährige Kommunikationsdesignerin. Denn der von ihr gestaltete Adventskalender steht in diesem Jahr unter dem Motto „Weihnacht der Tiere: gemeinsam, friedlich, bunt“. Schließlich wünsche man sich und der Welt zu Weihnachten nichts mehr als Ruhe, Besinnlichkeit und vor allem ein friedliches Miteinander. Doch die Realität sehe häufig anders aus. „Wir haben heute an vielen Stellen eine Ellenbogengesellschaft, überall gibt es Streitereien“, sagt Susanne Mader.

Für den Adventskalender auf dem Christkindlesmarkt wollte sie einen Gegenpol dazu setzen. Das friedliche Miteinander von Tieren, die sich wie Löwe und Antilope eigentlich zum Fressen gern haben und doch zusammen feiern. Letztlich, sagt Mader, seien die 24 bunten Illustrationen eine Metapher und ein Plädoyer für mehr Toleranz und Zwischenmenschlichkeit. Entstanden sind die Motive für einen Wettbewerb der Hochschule Augsburg im Wintersemester 2017. Die Hochschule hatte ihn zusammen mit dem Marktamt ausgerufen. Studierende der Fakultät für Gestaltung machten sich an die Arbeit und gestalteten je 24 Türchen. Betreuer waren Professor Mike Loos und Sabine Karl. Die Aufgabe für die Studierenden: Sie sollten zeigen, wie schön der Advent und Weihnachten sein können – aber auch der Winter ganz allgemein. Eine Jury prämierte die besten Arbeiten. Susanne Mader landete mit ihren tierischen Motiven auf Platz drei und sorgt so in diesem Jahr für strahlende Kinderaugen.

In den vergangenen zwei Jahren, sagt die 26-Jährige, sei das Projekt für sie immer stärker aus dem Fokus gerückt. Schließlich hat sie mittlerweile ihr Studium beendet, ist als selbstständige Designerin mit einem Schwerpunkt auf ökosozialem Design stark eingebunden. Doch je näher der Advent rückt, desto größer wird nun für sie die Vorfreude. Auch wenn die Schöpferin bei der Öffnung des ersten Türchens am 1. Dezember gar nicht dabei sein kann. Denn da spielt sie ein Konzert.

Ihr Werk will sich die gelernte Mediengestalterin natürlich trotzdem vom Rathausplatz aus ansehen. Vielleicht zum Ende hin, wenn die meisten Türchen schon geöffnet sind und das Eichhörnchen mit seinem Stapel Eicheln zeigt, welch ein Balanceakt die Vorweihnachtszeit sein kann – zwischen Vorfreude und Geschenkmarathon. Es ist eines von Susanne Maders Lieblingsmotiven. Neben dem Eisprinzessinen-Schweinchen.

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