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Augsburg

13.02.2020

Tod in der Provinostraße gibt weiter Rätsel auf: War es ein Unfall?

In dem Mehrfamilienhaus in der Provinostraße in Augsburg ist im Dezember ein 46 Jahre alter Mann ums Leben gekommen.
Bild: Peter Fastl

Plus In einem Haus in Augsburg ist im Dezember ein 46-Jähriger tot gefunden worden. Vieles schien auf ein Gewaltverbrechen hinzudeuten. Doch die Lage ist rätselhaft.

Es hatte vieles nach einer Gewalttat ausgesehen: Im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Provinostraße in der Innenstadt war vor etwa zwei Monaten die Leiche eines 46-jährigen Mannes gefunden worden; die Polizei ermittelte seither wegen eines Tötungsdeliktes. Spuren vor Ort ließen möglicherweise eine brutale Attacke vermuten. Von der Wohnung des Mannes in einem der oberen Stockwerke führte eine Blutspur zu dem Aufzug, sie setzte sich im Fahrstuhl fort. Eine Nachbarin berichtete später, sie habe in der Nacht, bevor die Leiche entdeckt wurde, in der Wohnung des 46-Jährigen einen Streit wahrgenommen.

Wie die Polizei nun allerdings berichtet, seien mittlerweile die meisten gesicherten Spuren ausgewertet. Sie ergaben demnach "bisher keine eindeutigen Hinweise auf ein Gewaltdelikt oder einen infrage kommenden Tatverdächtigen", heißt es von der Polizei. Auch aufwendige Ermittlungen im Umfeld des verstorbenen Mannes halfen offenbar nicht weiter. In der "Summe aller ausermittelten Fakten" sei derzeit "eher ein Unfall in Verbindung mit einem Sturzgeschehen" wahrscheinlich, möglicherweise habe auch eine Vorerkrankung zum Tod des 46-Jährigen beigetragen.

Tod in Augsburg: Kriminalpolizei steht vor einem Rätsel

Die Kriminalpolizei hatte zur Klärung des Falles eigens eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet, die Zahl der Ermittler in den Fall zwischenzeitlich aber halbiert. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten zuletzt von schwierigen und sehr komplexen Ermittlungen gesprochen und sich ansonsten zu dem Fall bedeckt gehalten. Der verstorbene 46-Jährige soll russische Wurzeln haben; verschiedene Anwohner berichteten unserer Redaktion, der Mann habe Drogen konsumiert.

Endgültig zu den Akten gelegt wird der Fall nicht: Nach Auskunft der Ermittler müssten noch einige wenige Spuren von untergeordneter Bedeutung analysiert und bewertet werden, um eine endgültige Aussage treffen zu können. "Diese Maßnahmen werden noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen", heißt es von der Polizei. Details, wie genau der Mann gestorben sein könnte, machten die Ermittler zunächst nicht. Todesursächlich war letztlich wohl ein Schädel-Hirn-Trauma.

Hören Sie zum Thema auch unseren Podcast "Augsburg, meine Stadt".

 

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