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Augsburg

08.02.2018

Tödlicher Tiefgaragen-Unfall gibt weiter Rätsel auf

Hier hat sich am Mittwoch ein tödlicher Unfall ereignet.
Bild: Silvio Wyszengrad

Eine 67-Jährige wurde in Hochzoll von ihrem Auto eingequetscht und starb. Nun gibt es neue Details zu dem tragischen Fall.

Am Tag danach haben Menschen Blumen an den Rand der Einfahrt gelegt und Kerzen angezündet. Sie sollen an die Frau erinnern, die hier am Mittwoch gestorben ist. Es war ein folgenschwerer Unfall, der in Hochzoll zum Tod der 67-Jährigen führte.

Es hatte an dem Tag geschneit und war auf den Straßen glatt, es gab viele Verkehrsunfälle in der Region. Spiegelglatt war auch die Einfahrt zu einer Garage eines Mehrfamilienhauses in dem Stadtteil. In dieser Garage wollte die Anwohnerin wohl ihr Auto abstellen.

Warum stieg die Frau aus?

Die Garagentür lässt sich über eine kleine Anlage öffnen, die oben, am Anfang der abschüssigen Einfahrt steht. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hielt die 67-Jährige mit ihrem Auto im Bereich des Türöffners an – und stieg wohl aus. Warum, ist eine der Fragen, die bislang noch nicht beantwortet werden können. Die Polizei geht jedenfalls aktuell davon aus, dass das Auto der 67-Jährigen offenbar unmittelbar danach ins Rutschen geriet und die abschüssige, schneeglatte Einfahrt hinunterrollte.

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Die Frau, heißt es von der Polizei, wollte dies möglicherweise noch verhindern und das Auto irgendwie aufhalten, wobei sie jedoch zwischen Karosserie und Fahrertür geriert und im Anschluss daran durch die seitliche Begrenzungswand der Einfahrt in ihrem Auto eingeklemmt wurde. So unglücklich eingeklemmt wurde, dass sie sich nicht mehr selbst befreien konnte.

Notarzt konnte Frau nicht mehr retten

Eine Anwohnerin wählte den Notruf. Die Feuerwehr sicherte das Auto, sodass es nicht weiter abrutschen konnte, und befreite die Frau mit schwerem hydraulischen Rettungsgeräten. Ein Notarzt war schnell vor Ort, doch die Verletzungen der 67-Jährigen waren zu schwer. Die Fahrerin verstarb noch an der Unfallstelle.

Anwohner, die die dramatische Rettungsaktion beobachteten, wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. Wie genau sich das Unglück abspielte, soll nun mithilfe eines Sachverständigen herausgefunden werden. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat einen Gutachter eingeschaltet, der den Unfall genauer untersuchen soll.

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