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Augsburg

06.07.2010

Tram-Unfall: Hoffnung für verunglückten Jungpriester

Marcel Frölich (rechts) bei der Priesterweihe. Bild: Zoepf

Die Priesterweihe im Augsburger Dom war ein freudiger Tag für Marcel Frölich. Doch am Tag danach brach das Unglück über ihn herein. Von Jörg Heinzle

Die Priesterweihe im Augsburger Dom war ein großer, ein sehr freudiger Tag für Marcel Frölich (29). Doch am Tag danach brach das Unglück über ihn herein. Beim Überqueren von Gleisen wurde der Jungpriester von einer Tram erfasst. Er zog sich schwere Gehirnverletzungen zu. Seit über einer Woche bangen Familie, Freunde und Gläubige um das Leben des 29-Jährigen. Nun gibt es erste Zeichen der Hoffnung.

Wie es heißt, geht es Marcel Frölich etwas besser. Die Ärzte am Augsburger Klinikum halten sich aber sehr bedeckt, sein Zustand gilt offenbar weiter als kritisch.

Marcel Frölich hat in Augsburg das Priesterseminar besucht. Zuletzt war er als Diakon in der katholischen Pfarrei in Weißenhorn tätig.

Tram-Unfall: Hoffnung für verunglückten Jungpriester

Dort sitzt der Schock tief, seit die Nachricht von seinem Unfall bekannt wurde. Weißenhorns Stadtpfarrer Alfons Schmid hatte den Jungpriester zur Weihe in Augsburg begleitet. "Marcel war überglücklich", erzählt der Priester. Der 29-Jährige sei "ein Mensch mit hohen Idealen und Zielen." In Weißenhorn beten die Menschen jetzt für Marcel Frölich. Auch in seiner Heimat, der 6000-Seelen-Gemeinde Neckartenzlingen in Baden-Württemberg, ist die Sorge um den jungen Mann groß. Eigentlich wollten die Katholiken dort am vergangenen Sonntag die Weihe "ihres" Priesters groß feiern. Ein feierlicher Gottesdienst war geplant und ein Gemeindefest. Alles wurde abgesagt, statt dessen gab es einen Bittgottesdienst, zu dem viele Gläubigen kamen.

"Es herrscht große Betroffenheit bei uns", sagt Neckartenzlingens Pfarrer Volker Weber. Marcel Frölich sei bei den Menschen beliebt. "Viele hier kennen ihn schon als Kind und als Schulbuben." In jeder Messe wird jetzt für Marcel Frölich gebetet. Pfarrer Weber hofft, dass sich der Jungpriester von dem Unglück gut erholt. "Wir werden seine Primiz feiern, sobald es ihm wieder besser geht", verspricht er. Auch in Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) bangen die Gläubigen um den 29-Jährigen. In der Pfarrei dort sollte er ab September tätig sein. Von Jörg Heinzle

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