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Augsburg

13.02.2015

Trickbetrüger: Anrufe von angeblichen Enkeln

Gleich drei Fälle von Enkel- oder Bekannten-Tricks wurden der Polizei in den letzten zwei Tagen gemeldet. In allen Fällen reagierten die Opfer richtig und gaben kein Geld. Symbolbild
Bild: Jan-Philipp Strobel/dpa

Gleich dreimal wurde der Polizei in den letzten zwei Tagen Trickbetrug gemeldet. Unbekannte Anrufer hatten es mit dem "Enkeltrick" versucht, hatten aber kein Geld erschlichen.

Bei einer fast 90-jährigen Seniorin rief am Mittwochnachmittag ein angeblicher Enkel aus München an. Er stecke in Geldschwierigkeiten und brauche sofort 20.000 Euro. Die ältere Dame versprach, ihn finanziell zu unterstützen. Als sie das Geld bei der Bank abheben wollte, wurden die Angestellten des Geldinstituts aber hellhörig - sie bezahlten der betagten Kundin das Geld nicht aus. Doch der falsche Enkel gab sich damit noch nicht zufrieden, er fragte statt des Geldes nach Schmuck. Als die Rentnerin auch den nicht hatte, kam der Betrüger auch nicht zu dem vereinbarten Termin am nächsten Tag.

Drei Anrufer verlangen als "falsche Enkel" je 20.000 Euro

Ebenfalls am Mittwochnachmittag erhielt eine andere über 80 Jahre alte Seniorin einen ähnlichen Anruf - diesmal von einer Unbekannten, die sich am Telefon als eine Bekannte, der alten Dame namens "Karin" ausgab. Auch sie benötige dringend 20.000 Euro. Die Seniorin machte der falschen Bekannten allerdings deutlich, dass sie diese Summe nicht übrig habe und wandte sich an die Polizei.

Noch einen Betrugsversuch derselben Art unternahm eine unbekannte Frau am Donnerstag. Eine fast 80 Jahre alte Rentnerin wurde am Telefon von einer angeblichen "alten Bekannten" wiederum um 20.000 Euro gebeten. Das Geld überweise ihr die Unbekannte schon am Montag wieder zurück, sicherte diese am Telefon zu. Die Seniorin lehnte das ab und gab an, weder Geld noch Schmuck zu besitzen. Die vermeintliche Bekannte verabschiedete sich daraufhin und sagte, sie würde sich später noch einmal melden.

Die Polizei berät Senioren und Angehörige

In allen Fällen kam es zu keiner finanziellen Schädigung der zum Teil hochbetagten Opfer, weil diese selbst richtig reagierten, oder andere den Betrug als solchen rechtzeitig erkannten. Wie Sie und Ihre Angehörigen in derartigen Fällen reagieren sollten, erfahren sie im Internet unter www.polizei-beratung.de. Hier sind alle Maschen und Tricks der Betrüger aufgelistet. AZ

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