1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Trotz Kuka: Augsburg nicht schlecht reden

Trotz Kuka: Augsburg nicht schlecht reden

Trotz Kuka: Augsburg nicht schlecht reden
Kommentar Von Marcus Bürzle
28.03.2019

Der Stellenabbau ist eine bittere Nachricht für Kuka-Mitarbeiter. Trotzdem steht es um den Wirtschaftsstandort Augsburg alles andere als schlecht.

Auf den ersten Blick ist schnell ein Schluss gezogen. Erst Ledvance, dann Fujitsu und jetzt auch noch Kuka: Die einen haben ihren Standort dichtgemacht, die anderen planen es und Kuka will 350 Stellen abbauen. Klar, in allen Fällen gehen Arbeitsplätze verloren. Trotzdem sind die Fälle nicht zu vergleichen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

So bitter und traurig es für die Betroffenen ist, wenn fast jeder zehnte Kuka-Job wegfallen soll – der Roboterhersteller schließt nicht. Er spart, um die schwächelnde Konjunktur auszugleichen und eigene Versäumnisse und Fehler auszubügeln. Kuka bleibt mit immer noch fast 4000 Mitarbeitern ein großes Unternehmen in Augsburg. Der Roboterhersteller investiert weiterhin vor Ort. Das ist ein wichtiges Zeichen für den Wirtschaftsstandort Augsburg, der besser dasteht, als es im Lichte der schlechten Nachrichten aussieht.

Kleinere Betriebe sorgen für Stabilität

Sie sind traurig und bedauerlich, doch wer nur auf Standortschließungen und Sparpläne der großen Unternehmen schaut, übersieht die vielen mittleren und kleinen Betriebe. Dort arbeitet der Löwenanteil der Beschäftigten, deren Zahl in Augsburg zuletzt gestiegen ist. Daher ist es falsch, den Standort schlecht zu reden. Im Gegenteil: Die Uniklinik, zum Beispiel, verspricht für die kommenden Jahre noch einmal ein Plus an Jobs. Ist das automatisch ein Trost für alle, die jetzt um ihren Job bangen oder ihn verlieren?

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ja und nein. Sorgen, Ängste und Ärger lassen sich nicht mit einem Blick aufs große Ganze wegwischen. Wenn Jobs wegfallen, ist das bitter. Es bleibt zu hoffen, dass bei Kuka – und auch bei Fujitsu – Lösungen im Sinn der Beschäftigen gefunden werden. Zugleich gilt aber auch: Die Arbeitslosenquote ist in Augsburg und der Region niedrig. Fachkräfte sind gefragt. Die Chancen auf einen neuen Job glücklicherweise also gut.

Lesen Sie auch: Kuka-Mitarbeiter zwischen Wut und Verzweiflung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren