1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Turbo-Internet: Tausende Augsburger sollen schnelle Anschlüsse bekommen

Augsburg

23.01.2020

Turbo-Internet: Tausende Augsburger sollen schnelle Anschlüsse bekommen

Rund 11.000 private Haushalte und fast 1500 Gewerbeeinheiten bekommen einen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung oder ins Büro gelegt.
Bild: Ulrich Wagner

Plus M-Net und die Stadtwerke setzen ihren Glasfasernetz-Ausbau fort. Neben bestehenden Vierteln betrifft dies auch Neubaugebiete wie Haunstetten Südwest.

Der Telekommunikationsanbieter M-Net und die Stadtwerke wollen bis zum Jahr 2027 mindestens 12.500 Wohnungen und Gewerbeeinheiten mit Glasfaseranschlüssen ausstatten. Die Unternehmen hatten bereits in den vergangenen Jahren eine Ausbau-Offensive durchgeführt, bei der 19.000 Anschlüsse installiert wurden. Nun sollen einige bestehende Quartiere und vier Neubaugebiete mit Breitband versorgt werden.

11.000 Haushalte können profitieren

Wie M-Net und Stadtwerke am Mittwoch mitteilten, geht es insgesamt um rund 1500 Gebäude. Betroffen sind – gesamt oder in Teilen – die Gewerbegebiete Oberhausen-Nord und Lechhausen-Ost, die Gebiete Brückenstraße, Holbeinstraße, Kesterstraße, Hunoldsgraben, Bäckergasse, Spitalgasse, Bismarckviertel, Antonsviertel (westlich der Gögginger Straße) und Depotstraße sowie das Webereck (Mühlbachviertel in Pfersee). Ebenso werden die Neubaugebiete Haunstetten Südwest, das Areal um die Uniklinik, der Ackermannpark (nahe Dehner) und das Gaswerk-Areal versorgt.

Die 11.000 privaten Haushalte und fast 1500 Gewerbeeinheiten bekommen einen Glasfaseranschluss bis in die Wohnung oder ins Büro gelegt. Beim Ausbau in Augsburg handle es sich um „ein wichtiges Zukunftsprojekt im Rahmen unserer Glasfaser-Strategie“, so Nelson Kilius, Sprecher der Geschäftsführung bei M-Net. Das Glasfasernetz wird auch anderen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung gestellt. Es sei kaum sinnvoll, wenn mehrere Betreiber parallel Glasfasernetze verlegen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Internet in Augsburg: "Vorbereitung auf die Gigabit-Gesellschaft"

Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) betonte die Wichtigkeit von digitaler Infrastruktur, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Anders seien Innovation, Wettbewerb, Beschäftigung und Wirtschaftswachstum nicht möglich. „Nur auf Basis einer leistungsfähigen Infrastruktur können wir die Standortattraktivität für die Bevölkerung sowie Unternehmen festigen und vor allem weiter steigern. Zugleich bereiten wir unsere Stadt optimal auf die Gigabit-Gesellschaft vor“, so Gribl.

Aus Sicht der Stadtwerke ist der Ausbau der Dateninfrastruktur sinnvoll, um „intelligente“ Stromzähler installieren und betreiben zu können. „Diese sind ein wichtiges Element bei der Umsetzung der Energiewende und können durch die intelligente Auswertung der Verbrauchsdaten auch beim Stromsparen helfen“, so Stadtwerke-Chef Alfred Müllner.

Die Geschwindigkeiten des neuen Netzes, speziell wenn die Glasfaser bis in die Wohnung reicht und so gut wie kein Kupferkabel mehr auf den letzten Metern genutzt werden muss, liegen laut M-Net bei bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Glasfasernetze, die nur bis zum Verteilerkasten reichen (von dort wird aufs Kupferkabel umgestiegen), sind langsamer. Via Glasfaser, wo die Daten über Lichtsignale weitergeleitet werden, lassen sich mehr Daten schneller übertragen als über eine herkömmliche Kupferleitung.

Dichte der Wohngebiete spielt eine Rolle bei der Auswahl

Bei der Auswahl der Viertel hat M-Net sich auf Daten zur Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung sowie zur Wohndichte in den Ausbaugebieten gestützt. Zudem spielt eine Rolle, ob andere Leitungsarbeiten wie für Wasser oder Strom anfallen, an die man sich mit dem Glasfaserkabel dranhängen kann.

Prinzipiell ist Augsburg in Sachen schnelles Internet nicht so schlecht aufgestellt. 97,6 Prozent aller privaten wie auch gewerblichen Anwesen in Augsburg sind bereits mit einem Breitbandanschluss mit mindestens 30 Mbit/s und 87 Prozent mit 100 Mbit/s versorgt. Allerdings gibt es noch Lücken, vor allem, wo sich ein Ausbau aus Sicht der Telekommunikationsanbieter mangels Kunden nicht rechnet. Teils klagen darüber Unternehmen in Gewerbegebieten. Zuletzt wurde bekannt, dass 51 Grundstücke mit 80 Haushalten in Bannacker, Siebenbrunn und Wellenburg im Rahmen eines bayerischen Förderverfahrens für den Breitbandausbau von der Telekom erschlossen werden sollen.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren