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Augsburg

06.12.2019

Überfälle auf Frauen in Augsburg: Täter muss lange in Haft

Fünf Jahre ins Gefängnis muss der 30-jährige Momodou J. aus Gambia, der 2018 innerhalb eines Monats sechs Frauen in der Augsburger Innenstadt überfallen hat.
Bild: Silvio Wyzsengrad

Plus Momodou J. hat sechs Frauen in Augsburg überfallen. Nun wurde er zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Anfangs dachte der Richter an eine noch härtere Strafe.

Der 30-jährige Momodou J. aus Gambia, der 2018 innerhalb eines Monats sechs Frauen in der Augsburger Innenstadt überfallen hat, muss ins Gefängnis. Das Augsburger Landgericht verurteilte ihn unter anderem wegen sexueller Nötigung, Bedrohung, Raub und vorsätzlicher Körperverletzung. Der Angeklagte nahm das Urteil äußerlich regungslos entgegen.

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Überfälle auf Frauen in Augsburg: Richter dachte an längere Strafe

Das Gericht verurteilte den Mann zu insgesamt fünf Jahren Haft. In seiner Urteilsbegründung führte Vorsitzender Richter Roland Christiani aus, dass der Asylbewerber eine Zeitlang vielen Frauen ihre Freiheit genommen habe. Die Freiheit, angstfrei durch die nächtliche Innenstadt zu laufen. Hier hatte der Mann im vergangen Jahr sechs Frauen überfallen, sie bedrängt, festgehalten, unsittlich berührt, gewürgt, geschlagen, ihnen Zungenküsse aufgezwungen. Der Angeklagte müsse sich zudem vorwerfen lassen, durch seine Taten manche der Frauen möglicherweise langfristig traumatisiert habe. Fünf Jahre Gefängnis seien dafür nicht hochgegriffen, so der Richter. Beim ersten Lesen der Akten habe er noch eine Strafe im Bereich von zehn Jahren für angemessen gehalten.

Angeklagter legt ein Geständnis ab

Dann aber habe der Angeklagte durch sein Verhalten, ein vollumfängliches Geständnis, Entschuldigungen, Einsicht, Bedauern der Taten, vorgetragen von Verteidiger Helmut Linck und durch das entsprechende Verständnis bei Staatsanwältin Martina Neuhierl ein deutlich niedrigeres Urteil erreicht. Die Staatsanwältin hatte sechs Jahre Haft gefordert, der Verteidiger auf vier Jahre plädiert. Eine der vielen offenen Fragen in dem Verfahren für Richter Christiani: Wird diese Strafe der Schuld gerecht? Nach kurzer Beratung nahmen sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwältin das Urteil an, das somit rechtskräftig ist. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten, der seit einem Jahr in Untersuchungshaft sitzt, blieb aufrecht erhalten.

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