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22.10.2009

Überfall auf Idylle eines Dorfes

Lechhausen (alon) - Dunkel und kalt sei es draußen - eben richtiges Krimiwetter. So führte Robert Heine, Vertriebsleiter bei der Lechhauser Augusta-Bank ein in die Lesung mit Bernhard Jaumann, der aus seinem letzten Kriminalroman "Das Auge der Medusa" las. Bei der Begrüßung zum Lechhauser Kultur-Karussel dankte die Regionalleiterin Marita Hälbig der Bibliothekarin Elisabeth Griesel, die sich in der Stadtteilbibliothek Lechhausen gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen für Literatur engagiere.

Jaumann ist ein in Augsburg geborener Schriftsteller, der für seine Krimis schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Er hat in Mexico, Australien und Italien gelebt und wohnt derzeit in Namibia und seiner Wahlheimat in den Marken in Italien, dem Dorf Montesecco, was auch Schauplatz seiner letzten Krimi-Trilogie ist.

Er freue sich, das erste Mal in Lechhausen zu lesen und darüber, dass so viele Zuhörer in die Augustabank gekommen seien, sagte Jaumann. Als Jugendlicher habe er seine erste Freundin in Lechhausen gehabt, da sei er immer mit dem Fahrrad vom Herrenbach über den Osramsteg am Lech entlang gefahren.

Dann las er ausgewählte Kapitel aus "Das Auge der Medusa". Darin bricht mit einem Attentat auf einen Staatsanwalt und einer Entführung die Moderne in die scheinbare Idylle des kleinen Dorfes mit 23 Einwohnern ein. Die Dorfgemeinschaft sei der kollektive Held seiner Bücher, aus ihr generierten sich Täter, Opfer, Ermittler, Zeugen und Richter.

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"Das erste Kapitel ist hart, da müssen Sie durch!", warnte Jaumann. Im ersten Kapitel wird ein Attentat auf den Staatsanwalt Malavoglia beschrieben. "I Malavoglia" ist übrigens auch der Titel eines berühmten Romans des italienischen Verismus, in dem das Kollektiv eines Dorfes die Hauptrolle spielt.

Im Anschluss an die Lesung stellte sich Jaumann den Fragen seines Publikums und berichtete unter anderem von seinen Erfahrungen mit den wirklichen Dorfbewohnern in Montesecco.

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