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FC Augsburg

13.10.2015

Übergriff auf Gästefans: Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs

Polizei im Einsatz bei einem Fußballspiel: FCA-Fans wollten am Samstag Gästefans von Wacker Burghausen angreifen
Bild: Fred Schöllhorn (Archivbild)

Nach den Ausschreitungen am Rande des Spiels der zweiten Mannschaft des FCA im Rosenaustadion ermittelt die Polizei gegen mehrere Fans wegen Landfriedensbruchs. War es eine Racheaktion?

Laut Polizei griffen vor dem Spiel 30 bis 40 Augsburger Anhänger im Bereich des Stadioneingangs die Gästefans von Wacker Burghausen an. Nach dem Spiel versuchten vermummte Augsburger Fans am Bahnhof in Kissing einen Zug zu stürmen, mit dem Wacker-Fans nach Hause fuhren.

Bei der Polizei geht man davon aus, dass die Übergriffe eine geplante Racheaktion der Augsburger Anhänger an den Wacker-Fans gewesen sind. Vor rund einem Jahr, im September 2014, hatten Burghauser Hooligans bei einem Spiel in Burghausen Fans des FCA angegriffen. Damals spielten sich regelrechte Jagdszenen ab. Mehrere Augsburger Anhänger bekamen Faustschläge ab und Wacker-Fans hatten nach der Partie versucht, den Bus der Augsburger zu stürmen. Ein FCA-Fan erlitt damals Verletzungen, weil ihm eine Bierflasche ins Gesicht geschlagen wurde.

An den Ausschreitungen an diesem Wochenende sollen Fans beteiligt gewesen sein, die von der Polizei der Augsburger Ultraszene zugeordnet werden. Am Bahnhof in Kissing nahmen die Beamten die Personalien eines 20-jährigen Ultrafans auf, der schon früher durch Gewalt aufgefallen ist. Die Polizei hält es für möglich, dass die Augsburger Unterstützung von befreundeten Fans erhalten haben – etwa aus Würzburg. Mit den dortigen Fans pflegt man eine Freundschaft. Die Polizei steht in Kontakt mit dem FC Augsburg. Der Club habe zugesagt, heißt es, gegen beteiligte Fans streng vorzugehen. In solchen Fällen droht Fans auch Stadionverbot. jöh

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