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25.01.2021

Übertritt naht: Diese Wege zum Abitur gibt es für Schüler im Raum Augsburg

Das Peutinger-Gymnasium ist nur eine von vielen Schulen, an denen Jugendliche in Augsburg ihr Abitur ablegen können.
Foto: Silvio Wyszengrad

Im Raum Augsburg führen verschiedene Wege zum Abitur. Die wichtigsten Informationen über die Voraussetzungen und Schulen, die zur Hochschulreife führen.

Bald stehen für die Viertklässler wichtige Entscheidungen an. Geht es aufs Gymnasium? Wenn ja, auf welches und mit welchem Zweig? Welche anderen Wege zum Abitur gibt es? Orientierung bieten Infoabende, von denen einige dieses Jahr gegebenenfalls digital stattfinden müssen. Aktuelle Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der jeweiligen Schule. Was gibt es sonst noch zu beachten?

Wer ist in Jahrgangsstufe 4 fürs Gymnasium geeignet?

Alle Schüler der 4. Klassen öffentlicher oder staatlich anerkannter Grundschulen erhalten am ersten Unterrichtstag im Mai ein Übertrittszeugnis, das Auskunft über die Eignung gibt. Das zwölfte Lebensjahr des Kindes darf dabei am 30. September 2021 noch nicht vollendet sein.

Was sagt das Zeugnis aus?

Schüler, die das Zeugnis mit der Empfehlung „für den Besuch eines Gymnasiums geeignet“ erhalten haben, dürfen ohne Probeunterricht aufs Gymnasium. Wurde keine Empfehlung ausgesprochen, muss der Schüler am dreitägigen schriftlichen und mündlichen Probeunterricht teilnehmen. Dies betrifft auch Schülerinnen und Schüler nicht öffentlicher oder nicht staatlich anerkannter Grundschulen, wie zum Beispiel der Waldorf-Schule. Der Probeunterricht erstreckt sich auf den Lehrstoff der zuletzt besuchten Jahrgangsstufe in Deutsch und Mathematik. Die Aufnahme in ein musisches Gymnasium setzt zusätzlich musikalische Begabung voraus, die durch die Note im Fach Musik im Übertrittszeugnis oder auf andere Weise nachzuweisen ist.

Wann und wo ist Probeunterricht?

Der Probeunterricht findet am 18., 19. und 20. Mai ab 8 Uhr statt. Für Schüler, die an einem Gymnasium im Stadtgebiet Augsburg angemeldet sind, ist der Probeunterricht, sofern der Familienname mit den Buchstaben A-L beginnt, am A.B. von Stettenschen Institut. Wenn der Familienname mit Buchstaben M-Z beginnt, am Gymnasium Maria Stern. Wo der Probeunterricht der Gymnasien im Umland stattfindet, erfahren die Eltern bei der Anmeldung.

Was gilt beim Übertritt von Realschule, Mittelschule und Hauptschule aufs Gymnasium?

Der Übertritt von Schülern der 5. Klassen staatlicher sowie staatlich anerkannter Mittel- oder Realschulen ist ausschließlich mit dem Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 5 möglich. Schüler aus Mittelschulen benötigen in Deutsch und Mathematik die Durchschnittsnote 2,0 oder besser, Schüler von Realschulen einen Notendurchschnitt von 2,5 oder besser. Für Schüler, die diesen Durchschnitt im Zwischenzeugnis aufweisen, ist eine Voranmeldung von 10. bis 14. Mai am gewünschten Gymnasium nötig (Schwerpunkttag: 10. Mai). Die endgültige Anmeldung mit Jahreszeugnis (auch für Schüler, deren Schnitt im Halbjahreszeugnis noch nicht ausreichend war) ist vom 29 Juli. bis 2. August.

Das Holbein-Gymnasium in der Augsburger Innenstadt.
Foto: Silvio Wyszengrad

Wann ist an den Augsburger Schulen die Einschreibung?

Die Neu- und Voranmeldung für die Aufnahme in die 5. Klasse der Gymnasien ist vom 10. bis 14. Mai. Aus organisatorischen Gründen wird darum gebeten, die Anmeldung am 10. Mai zwischen 14 und 18 Uhr vorzunehmen. Ausnahme ist das Leonhard-Wagner-Gymnasium Schwabmünchen: Dort ist keine schwerpunktmäßige Anmeldung vorgesehen.

Was ist zur Einschreibung bzw. (Vor-)Anmeldung mitzubringen?

Benötigt werden Geburtsschein oder Geburtsurkunde und das Übertrittszeugnis der Grundschule (bzw. Halb- oder Jahreszeugnis) im Original. Sollte das Kind am Probeunterricht teilnehmen, ist zusätzlich ein frankierter Briefumschlag mit der Anschrift des Erziehungsberechtigten mitzubringen.

Was gilt für Schüler von staatlich genehmigten Schulen?

Der Probeunterricht ist für Schüler von staatlich genehmigten Schulen (Waldorf- und Montessorischulen, Internationale Schule Augsburg) verpflichtend. Für Schüler der 5. Klassen findet er zur selben Zeit statt wie für Schüler staatlicher oder staatlich anerkannter Schulen. Anmeldung hierfür ist ebenfalls von 10. bis 14. Mai am gewünschten Gymnasium. Der Probeunterricht findet auch hier am A.B. von Stettenschen Institut oder dem Gymnasium Maria Stern statt.

Das Jakob Fugger Gymnasium.
Foto: Silvio Wyszengrad (Archivbild)

Was sollten Eltern noch wissen?

Die Zahl der Anmeldungen kann die Aufnahmekapazität einzelner öffentlicher Gymnasien überschreiten. Die betroffenen Gymnasien sind verpflichtet, alle Anmeldungen bis zum Ende der Anmeldefrist anzunehmen. Dann versuchen die Schulleiter, nach sachlich nachvollziehbaren Gesichtspunkten einen Ausgleich herbeizuführen. Dabei ist auch der Schulweg der Kinder von Bedeutung.

Welche Schulen in und um Augsburg führen noch zur (Fach-)Hochschulreife?

  • Waldorfschule: Staatlich genehmigte Schule mit Klassen 1 bis 13.
  • ISA: Staatlich anerkannte Schule, führt zu internationalem Abschluss.
  • Montessori-Fachoberschule führt zu den Prüfungen zur Fachhochschulreife.
  • Fachoberschulen führen zur Fachhochschulreife und mit der 13. Klasse zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife. Aufnahmevoraussetzung sind der mittlerer Schulabschluss sowie ein Eignungsnachweis. Dieser besteht in der Regel in der Oberstufenreife des Gymnasiums oder wenn im Abschlusszeugnis über den mittleren Schulabschluss in Deutsch, Englisch und Mathematik ein Notendurchschnitt von mindestens 3,5 vorliegt. Eine Eignungsprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik kann ablegen, wer im Kalenderjahr weder den Vorkurs noch eine Vorklasse besucht hat und im Zeugnis über den mittleren Schulabschluss in einem der Fächer Deutsch, Englisch oder Ersatzfremdsprache und Mathematik keine Noten vorweisen kann. Fehlt eine Note, dann muss die Eignungsprüfung in allen Fächern geschrieben werden. Eine Vorklasse oder ein Vorkurs werden für Absolventen mit mittlerem Bildungsabschluss angeboten, der nicht an einem Gymnasium oder einer Realschule erworben wurde. Bei der Fachrichtung Gestaltung müssen die bildnerisch-praktischen Fähigkeiten in einer Aufnahmeprüfung nachgewiesen werden.
  • Berufsoberschulen führen in einem Schuljahr zum Fachabitur und in zwei Jahren zum fachgebundenen Abitur bzw. allgemeinen Abitur. Es gelten dieselben Zugangsvoraussetzungen wie für Fachoberschulen. Gefordert sind zusätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung oder fünf Jahre einschlägige Berufserfahrung und teilweise eine spezielle Eignung. Der mittlere Schulabschluss, fehlende bzw. nicht ausreichende Noten können zum Teil in einjähriger Vorklasse oder einem Vorkurs nachgeholt werden.
  • Das Bayernkolleg eröffnet Erwachsenen mit mittlerer Reife und abgeschlossener Berufsausbildung bzw. zweijähriger Berufserfahrung den Weg zur allgemeinen Hochschulreife. Wer eine Berufsausbildung ohne mittlere Reife hat, kann einen einjährigen Vorkurs belegen.

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Wie trifft die Corona-Krise Jugendliche? Hören Sie sich dazu unseren Podcast von Juni 2020 aus der Reihe "Augsburg, meine Stadt" an:

 

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