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Augsburg

05.07.2019

Ulrichsviertelfest: Heute beginnt das Straßenfest mit italienischem Flair

Merle Schwinkes, 16, (links) dekoriert zusammen mit Nachbarin Annette Moos-Dornauf, 44, am frühen Abend das Ulrichsviertel mit Wäscheleinen.
Bild: Oliver Wolff

Rund 500 Aktive beteiligen sich beim Ulrichsviertelfest. Neben kulinarischen Genüssen sind Musikdarbietungen geboten. Auch die Puppenkiste macht mit.

„Etwas zusammen schaffen verbindet mehr als nur zusammen Bier trinken“, ist das Motto von Thea Manger. Die 58-Jährige lebt sein 1980 im Ulrichsviertel und ist dort Vereinsmitglied. Gerade laufen die Aufbauarbeiten für das Ulrichsviertelfest, welches am Samstag, 6. Juli, stattfindet. Damit der Bereich zwischen der Striese-Bar und dem Seniorenheim St. Margaret zur Festzone wird, helfen viele Anwohner mit.

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Charakteristisch für das Straßenfest sind die von Hauswand zu Hauswand aufgehängten Wäscheleinen. Die Dekoration habe mit der Geschichte des Viertels zu tun, erklärt Manger. „Hier lebten früher viele Gastarbeiter.“ Für die Mitglieder des Ulrichsvereins sei die aufgehängte Wäsche zum Symbol geworden – und erzeuge ein italienisches Flair.

An acht Standorten gibt es im Ulrichsviertel Musik

Die Wäsche alleine zeichnet das Ulrichsviertelfest aber nicht aus. Es gibt Essen, Trinken, Musik und ein buntes Rahmenprogramm. Für den organisatorischen Part ist hauptsächlich Anwohner Uwe Rachuth zuständig. „Hier ist für jeden etwas geboten.“ An acht Standorten spielen Kammermusikgruppen, Blaskapellen oder Bands – von Klassik, Jazz bis Blues Rock. Das Besondere daran: Alle Gruppen treten ohne Gage auf. „Ich habe hier als junger Musikant schon vor 40 Jahren bei Straßenfesten gespielt“, erzählt Rachuth.

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Damals noch als „Glasscherbenviertel“ bezeichnet, zählt das Ulrichsviertel heute zu den In-Quartieren der Stadt. Der 63-Jährige sagt: „Wir wohnen mitten in der City, ganz nah an der Maximilianstraße.“ Es sei hier trotzdem sehr ruhig und die engen Gassen und alten Häuser haben ihren Charme. „Hier sind zum Teil die ältesten urkundlich erwähnten Häuser Augsburgs“, weiß Rachuth.

Das Ulrichsviertelfest gibt es seit dem Ende der 70er Jahre, lief damals aber nur zwölf Jahre lang – auch weil die behördlichen Auflagen für die veranstaltenden Anwohner zu hoch wurden. „2013 haben wir beschlossen, das Fest wieder aufleben zu lassen“, erklärt der Musiker. Seine vielen Kontakte zur Künstler-Szene in der Stadt seien dafür von Vorteil gewesen.

Ulrichsviertelfest: Der Ulrichturm kann bestiegen werden

Insgesamt beteiligen sich am kommenden Samstag rund 500 Aktive. Gleich zu Beginn um 14 Uhr laufen zwei Marchingbands durch die Gassen. Die Kita „Rasselbande“ zeigt zeitgleich in der Ulrichsgasse ein Kinderprogramm. Um 16 und 18 Uhr wird in der Zwerchgasse die Puppenkiste spielen. Es werden ebenso mehrere Führungen in den Wassertürmen angeboten. Für diese und für die spätere Besteigung des Ulrichturms um 20.15 Uhr sind Karten am Vereinsstand in der Kirchgasse erhältlich. Später tritt der Gospelchor St. Ulrich um 21 Uhr am Wollmarkt auf. Um 22.30 Uhr findet das Fest mit Chören und Jodlern seinen Abschluss.

Das Ulrichsviertelfest läuft parallel zur Langen Kunstnacht in der Innenstadt. „Unser Fest hat immer schon am ersten Samstag im Juli stattgefunden.“ Es wäre schade, wenn dieses Jahr weniger Besucher kommen würden, so Rachuth.

Das Straßenfest findet am Samstag, 6. Juli, ab 14 Uhr statt. Das umfangreiche Programm ist im Internet unter ulrichsverein-augsburg.de abrufbar.

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