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Augsburg

30.01.2021

Ulrichswerk will 100 Wohnungen in der Hammerschmiede bauen

In Augsburgs Stadtteil Hammerschmiede sollen in den kommenden Jahren 100 geförderte Wohnungen entstehen.
Foto: Peter Fastl (Symbolbild)

Plus Eine große Wohnanlage soll in Augsburgs Stadtteil Hammerschmiede entstehen – bestehend ausschließlich aus geförderten Mietwohnungen.

Das Ulrichswerk, quasi das Wohnungsbauunternehmen der Diözese Augsburg, plant im Bereich Dr.-Schmelzing-Straße/Karlsbader Straße (Hammerschmiede) den Neubau von etwa 100 Mietwohnungen. Sie sollen komplett als geförderte Wohnungen errichtet werden, bei denen die Bewohner abhängig vom Einkommen einen gestaffelten staatlichen Zuschuss zur Miete bekommen. Geplant sind auf dem Areal, das momentan großteils aus Ackerfläche besteht, auch ein öffentlicher Spielplatz und eine Kita.

Nun muss ein Bebauungsplan erstellt werden

Vorgesehen sind in dem Bereich drei- bis vierstöckige Gebäude, die sich um Innenhöfe herum gruppieren. In einem ersten Schritt sollen die Ackerflächen überbaut werden, in einem zweiten Schritt das Kirchenzentrum Barmherzigkeit Gottes abgebrochen und überbaut werden. Geplant ist, das neue Quartier autofrei zu gestalten, indem eine zentrale Tiefgarage angelegt wird. Der Bauausschuss des Stadtrats begrüßte die Planungen einstimmig. In einem nächsten Schritt muss ein Bebauungsplan erarbeitet werden. Erfahrungsgemäß dürfte dies etwa ein Jahr dauern, bevor gebaut werden könnte. In der Gegend könnten in den kommenden Jahren weitere Wohnungen entstehen. Die Stadt überlegt, die Ackerflächen entlang der Hans-Böckler-Straße für Wohnbebauung freizugeben. Denkbar wären hier 1000 neue Wohnungen.

Wie berichtet schreibt die Stadt bei größeren Neubauvorhaben inzwischen mindestens 30 Prozent geförderte Mietwohnungen vor. Das Spektrum der Bewohner dort reicht von Mittelschichtfamilien bis hin zu Geringverdienern oder Leistungsempfängern. Das Ulrichswerk will die ganze Anlage als geförderte Anlage bauen. In den vergangenen Jahren (2014 bis 2020) entstanden in Augsburg knapp 720 geförderte Wohnungen, wobei gleichzeitig auch wieder alte Wohnungen aus der sogenannten Preisbindung fielen, also in den freien Markt übergingen. Die Zahl der preisgebundenen Wohnungen liegt bei etwa 8200. In einer Schätzung ging das Sozialreferat 2019 davon aus, dass mehrere Tausend Wohnungen für Augsburger in der untersten Einkommensstufe fehlen.

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