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Augsburg

24.07.2017

Umstrittener Auftritt: Polit-WG kritisiert Gribls Verfügung

Thorwald Proll (links) mit Horst Söhnlein, Andreas Baader und Gudrun Ensslin vor Gericht.
Bild: Manfred_Rehm,dpa

Weil einer der „Kaufhaus-Brandstifter“ von 1968 auftritt, will Oberbürgermeister Gribl künftig genauer auf das Friedensfest-Programm schauen. Es gibt Kritik.

Oliver Nowak, Stadtrat der Polit-WG, kritisiert die Verfügung von Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), dass künftig das Friedensfest-Programm dem Kulturausschuss vorgelegt werden muss. Hintergrund war, dass Gribl sich am Freitag von einer Diskussionsveranstaltung mit Thorwald Proll, der vor 49 Jahren zusammen mit den späteren RAF-Gründern zwei Kaufhäuser in Frankfurt in Brand gesteckt hatte, distanziert hatte. Das Friedensbüro der Stadt betonte, dass man Proll als Zeitzeugen geladen habe und es um keine „verklärende Darstellung“ gehe. Motto des Friedensfestes in diesem Jahr ist „Bekennen“. Gribl verfügte, nachdem aus Teilen der CSU Widerstand kam, dass künftige Programmentwürfe fürs Friedensfest vorab im Kulturausschuss des Stadtrats beraten werden .

Was steckt dahinter?

„Dass die Inhalte, zu denen sich jemand bekennt, nicht automatisch richtig oder gut sind, sollte dabei selbstverständlich sein. Der Reformator Luther ist mit seinen aus heutiger Sicht inakzeptablen antisemitischen Äußerungen ein perfektes Beispiel dafür. Es wäre ein Missverständnis des kompletten Festivalkonzepts, wenn man es so lesen würde, dass die Stadt Augsburg hinter jeder der dort vertretenen Positionen stehen muss“, sagt Nowak. Es bestehe die Gefahr, dass künftig Inhalte von Festivals oder gar einzelne Theater-Aufführungen einem politischen Gremium vorab vorgelegt werden müssen. Nowak vermutet hinter Gribls Agieren „parteitaktische Erwägungen“, wohl im Hinblick auf den CSU-Bezirksparteitag am morgigen Mittwoch. Demokratie laufe nicht nur in Parlamenten ab, sondern auch lebendige Diskussionen in der Gesellschaft. (skro)

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.07.2017

Weil einer der „Kaufhaus-Brandstifter“ von 1968 auftritt, will Oberbürgermeister Gribl künftig genauer auf das Friedensfest-Programm schauen.

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Gut so!

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Demokratie laufe nicht nur in Parlamenten ab, sondern auch lebendige Diskussionen in der Gesellschaft.

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Und für diese Diskussion brauchen wir einen Linksextremisten der ein Kaufhaus angezündet hat?

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Es ist doch aktuell gerade das linke politische Spektrum, das die politische Diskussion immer weiter abwürgt. Es sei hier nur an den verschwundenen Platz 6 der Spiegel Bestsellerliste erinnert.

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