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Augsburg-Stadt

21.05.2015

Und wer kommt jetzt nach Augsburg?

Ein Rückblick auf das große Innenstadtfest am 3. Mai: Am Marktsonntag kamen viele Gäste aus dem Umland mal wieder nach Augsburg. Die groß angelegte Innenstadtkampagne „Und jetzt kommst du“ hatte nicht für den Marktsonntag geworben, sondern sie will auch dauerhaft Appetit auf Augsburgs Innenstadt machen.
Bild: Annette Zoepf

Ab heute werden Kunden befragt, wie ihnen die neu gestaltete Augsburger Innenstadt gefällt. Die Politik sieht bereits erste Erfolge einer groß angelegten Kampagne, für die aber noch 50000 Euro fehlen.

Wie kommt die neu gestaltete Augsburger Innenstadt bei den Menschen an? Nach ersten Eindrücken hat die Zahl der Einkäufer und Besucher wieder zugenommen. Es ist mehr los in Augsburg als noch vor Monaten. Die Händler berichten von höheren Umsätzen. Speziell das Innenstadtfest Anfang Mai zog trotz Regens Zehntausende nach Augsburg. Es soll vielleicht sogar der beste Marktsonntag gewesen sein, heißt es im Rückblick. Es sind Momentaufnahmen. Jetzt werden die Dinge hinterfragt.

Von heute an bis Samstag werden Passanten in der Innenstadt befragt und gezählt, um die so genannte Frequenz zu messen. Die Stadt arbeitet hier eng mit der Universität Augsburg zusammen. Die Befragung findet in der Fußgängerzone und in der City-Galerie statt. Es geht um Einkaufsverhalten und Aufenthaltsdauer der Besucher. Passanten sollen auch äußern, was noch zu verbessern ist. Die Wirtschaftsförderung der Stadt steht hier in enger Abstimmung mit dem Innenstadtgewerbebeirat (IGB). „Gerade für die strategische Ausrichtung und Positionierung der Innenstadt als Marktplatz müssen Kundenverhalten und geänderte Kundenanforderungen berücksichtigt werden. Regelmäßige Befragungen der Innenstadtbesucher leisten einen wichtigen Beitrag“, sagt IGB-Vorsitzender Ulrich Mayer.

Damit wieder mehr Besucher nach Augsburg kommen, haben Stadt und Händler viel Geld in die Hand genommen. Die Innenstadtkampagne „Und jetzt kommst du“ läuft seit einigen Wochen, bisheriger Höhepunkt war das Innenstadtfest. Damit sämtliche Werbeaktivitäten angepackt werden können, wären 300000 Euro nötig. 100000 Euro der Stadt sind sicher. Den Rest müssten Händler, Dienstleister und Gastronomen aufbringen. 90 Partner machen mit, noch reicht deren Unterstützung nicht. „250000 Euro haben wir gegenwärtig zusammen“, berichtete Wirtschaftsreferentin Eva Weber ( CSU) am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss.

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Wirtschaftsreferentin: „Agentur hat uns nicht abgezockt“

Dieses Geld wird gegenwärtig von der Stadtverwaltung gemeinsam mit der City Initiative Augsburg (CIA) verwaltet. Als nächster Schritt sind große Werbeaktionen in Städten wie Donauwörth, Landsberg oder Günzburg geplant. Allerdings muss zuvor noch weiteres Geld fließen. Konzipiert wird die Kampagne von der Augsburger Agentur „team m&m“. Katja Scherer (CSU) hakte nach, was eigentlich die Agentur verdiene. Die Antwort einer Zahl blieb Eva Weber schuldig: „Die Agentur wird abgerechnet.“ Katja Scherer bohrte weiter, Eva Weber war hörbar genervt: „Nein, die Agentur hat uns nicht abgezockt.“

Insgesamt bewerteten die Stadträte die Kampagne als gelungen. „Wenn die Händler zufrieden sind, ist es ein gut angelegtes Geld“, sagte Rainer Schaal (CSU). Immerhin sei zu sehen, dass die Geschäftleute unter dem dreijährigen Umbau der Innenstadt heftig zu leiden gehabt hätten, „aber sie haben nicht geklagt“. Klagen gab es zuletzt über das Leitmotiv der Kampagne. Das Innenstadtfest wurde mit dem Begriff „Sonntag in the City“ beworben. „Das gefällt mir überhaupt nicht, wie vielen anderen auch“, sagte Rudolf Holzapfel. Aus seiner Sicht gehöre dieser Spruch aus dem Verkehr gezogen. Eva Weber bestätigte, „dass sich daran die Geister scheiden“. Der Spruch sei in Absprache mit Partnern entstanden, „aber wir werden sicher nachdenken“.

Bei aller Begeisterung für die Innenstadtkampagne unterstrichen SPD-Stadträte, dass künftig seitens der Stadtverwaltung auch mehr für die Stadtteile getan werden müsse. Widerspruch gab es nicht. Wirtschaftsreferentin Eva Weber machte aber klar, dass es sich um unterschiedliche Baustellen handle: „Bei ,Und jetzt kommst du‘ geht es darum, das Umland wieder verstärkt für Augsburg zu gewinnen.“

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