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Augsburg

16.10.2019

Unifreunde in Augsburg planen neues Angebot für Studenten

Hartmut Wurster von den Freunden der Universität Augsburg (links) und der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel sind beide Fürsprecher, wenn es um die Belange der Uni geht.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Gesellschaft der Freunde der Universität legt zum 50. Jubiläum ein neues Angebot für Augsburger Studenten auf – und wirft einen Blick zurück in die Geschichte.

„Ein runder Geburtstag ist gut, um mit neuem Schwung durchzustarten.“ Dieses Motto gab Hartmut Wurster als Vorsitzender der Augsburger Unifreunde beim Festakt im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses aus. Die Gesellschaft der Freunde der Universität (GdF) feierte am Dienstagabend ihr 50-jähriges Bestehen. Neu ist beispielsweise ein GdF-Stipendium für Studierende in Augsburg, das zusammen mit Firmen aus der Region finanziert wird.

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Das GdF-Stipendium soll ähnlich wie das bekannte Deutschland-Stipendium funktionieren und Studierende jeweils für ein Jahr unterstützen. Der Unterschied ist aber, dass Unternehmen von ihnen mit-geförderte Studenten mit auswählen dürfen. Wurster erinnerte daran, dass die Unifreunde in den vergangenen Jahrzehnten erhebliche Fördermittel für die Universität zur Verfügung gestellt hätten: Insgesamt vier Millionen Euro seien für Projekte geflossen, für die es keine staatlichen Gelder gibt. Dafür gab es beim Festakt öffentlichen Dank von zwei Studenten, die davon profitiert haben: von Wirtschaftsinformatiker Tristan Menzinger und Sandra Briechle (Global Business Management).

Von der Schafweide zur Universität

Oberbürgermeister Kurt Gribl erinnerte an die Erfolgsgeschichte der Universität, die im kommenden Jahr ebenfalls 50 Jahre alt wird. Der heutige Campus sei damals eine karge Schafweide auf dem Alten Flughafengelände gewesen. Seither habe die Universität acht Fakultäten inklusive der neuen Medizin aufgebaut. Nebenan gebe es einen hochmodernen Innovationspark für Forschungstransfer. Wichtige Forschungsgesellschaften hätten sich angesiedelt. „Vor 50 Jahren hätten die Menschen gesagt, das ist frei erfunden“, sagte Gribl. Die Freunde der Universität seien einer der Väter des Erfolges, sie seien auch ein Fürsprecher für Belange der Uni und ein wichtiges Bindeglied zwischen der Universität und der Stadtgesellschaft. Ein „herausragendes ehrenamtliches Engagement“ bescheinigte er dem Vorsitzenden Wurster.

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Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel gilt als einer der besten Kenner der Universität und ihrer Geschichte. Er erinnerte an die vielen Persönlichkeiten, die früher und heute beim Aufbau mitgeholfen haben. Und er erinnerte an Chancen und Schwierigkeiten: Unter dem früheren Ministerpräsidenten Alfons Goppel habe es in den 1960er–Jahren eine neue Welle von Universitätsgründungen in Bayern gegeben. Davon habe Augsburg profitiert. Andererseits sei ein damaliger Landtagsbeschluss, in Augsburg eine medizinische Fakultät einzurichten, nie umgesetzt worden. Dies habe erst Ministerpräsident Horst Seehofer in die Wege geleitet.

Waigel wünscht sich mehr Präsenz der Uni in Schwaben

Waigel sagte, die Universität Augsburg stehe mit ihren Wissenschaftlern glänzend da und habe sehr erfolgreiche Absolventen hervorgebracht. Einen Wunsch habe er aber noch: „Eine etwas stärkere Präsenz der Universität in Schwaben, um Abiturienten aus der Region anzusprechen“. Waigel ging auch indirekt auf einen Eklat kurz vor dem Festakt ein: Unipräsidentin Sabine Doering-Manteuffel war im Vorstand der Unifreunde zurückgetreten und hatte ihre Teilnahme beim Jubiläumsfestakt abgesagt, wie sie sagte, aus Zeitgründen. Waigel stufte das sinngemäß als eine Angelegenheit ein, die für den Festakt nicht relevant sei.

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