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Wirtschaft

12.01.2019

Unter den Kuka-Mitarbeitern wächst die Unruhe

Bei Kuka in Augsburg gibt es einen Stellenabbau.
Bild: Michael Hochgemuth

Das Augsburger Unternehmen kündigt ein Sparprogramm und einen Stellenabbau an. Für Augsburg gibt es aber auch ein wichtiges Bekenntnis.

Die Mitarbeiter des Roboterbauers Kuka am Standort Augsburg kommen nicht zur Ruhe. Am Freitag wurde bekannt, dass sich das Unternehmen gezwungen sieht, Stellen abzubauen. Weltweit sind gegenwärtig 14.200 Mitarbeiter tätig. In welcher Größenordnung Augsburg vom Stellenabbau betroffen sein wird, bleibt bis auf Weiteres offen. Mit 4000 Jobs gehört Kuka zu den größten Arbeitgebern der Stadt.

Der angekündigte Stellenabbau ist eine Fortsetzung der zuletzt wenig erfreulichen Nachrichten aus dem Unternehmen. Der frühere Chef Till Reuter schied überraschend aus, auch für andere Führungskräfte am Standort Augsburg endete die Tätigkeit. Als Ende November der Abgang von Reuter publik wurde, war bei Mitarbeitern die Sorge groß, wie es weitergehen könnte. Kuka gehört chinesischen Eigentümern. Am Werkstor sagte vor wenigen Wochen ein Mitarbeiter: „Produktion und Lager sind in großen Teilen schon in China. Nach Ablauf der Garantiefrist unserer Arbeitsplätze wird schnell alles zugemacht werden.“ Bis 2023 ist ausgeschlossen, dass die chinesischen Eigner einen Stellenabbau anordnen. Kuka selbst kann eine solche Entscheidung aber treffen.

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Kuka informiert Mitarbeiter bei Betriebsversammlungen

Am Freitag jedenfalls wurden die Kuka-Beschäftigten bei zwei Betriebsversammlungen von Vorstandschef Peter Mohnen, Finanzvorstand Andreas Pabst und IG-Metall-Chef Michael Leppek, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats, über die aktuelle Entwicklung informiert. Ebenfalls dabei war Carola Leitmeir, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats.

Die erste Versammlung begann um 14 Uhr, die zweite folgte dann um 15 Uhr. „Es war okay“, sagten die wenigen, die sich bei Minusgraden und Schneefall danach überhaupt zur Situation im Unternehmen äußern wollten. Die meisten Mitarbeiter zogen Kapuzen und Kragen tief ins Gesicht und hatten es eilig, zu ihren Autos zu kommen. „Eigentlich wurden wir nur über den Inhalt der Pressemitteilung informiert“, sagte ein Mitarbeiter nach der ersten Versammlung, die gegen 14.45 Uhr endete. „Man sagte uns, dass erst die Auftragslage in den kommenden Monaten abgewartet werden müsse, um konkrete Aussagen zum Ausmaß des Stellenabbaus zu machen und wo Arbeitsplätze wegfallen werden.“

Kuka-Mitarbeiter: "Entwicklungen machen nachdenklich"

Ein weiterer Mitarbeiter beschreibt die Stimmung vor und während der Versammlung als ernst, aber nicht als sehr schlecht. Schließlich sei das nicht die erste Versammlung dieser Art in den letzten Jahren. „Natürlich machen mich solche Entwicklungen als Mitarbeiter sehr nachdenklich“, sagt der Mann. Im März will der Vorstand die Beschäftigten erneut informieren. Ein langjähriger Mitarbeiter meinte am Freitagnachmittag: „Man muss sehen, dass andere Roboterbauer ihre Zahlen ebenfalls nach unten korrigieren müssen.“

Die Nachrichten aus dem Unternehmen lassen Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber nicht zur Tagesordnung übergehen. Sie sagt: „Es handelt sich um eine Reaktion auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Man muss sehen, dass Kuka ein wichtiger Anlagenbauer für die Automobilindustrie ist, die nun auch ihre Probleme hat.“ Als wichtigen Punkt erachtet die Wirtschaftsreferentin die Aussage von Kuka-Chef Mohnen, am Investitionsprogramm für Augsburg festzuhalten. In unternehmerische Entscheidungen sei die Stadt nicht eingebunden, erläutert Eva Weber, „aber ich kann nur sagen, dass das Verhältnis zwischen Kuka und der Stadt sehr gut ist“. Die Investitionen mit damit verbundenen Bauten seien dafür ein sichtbares Zeichen, so Weber.

Hier lesen Sie die Analyse unseres Chefkorrespondenten Stefan Stahl zum Thema: Erst Osram, dann Kuka: Der Pessimismus wächst

Auch in der aktuellen Folge unseres Podcasts "Bayern-Versteher" geht es um Kuka. Stahl, der das Unternehmen bereits seit vielen Jahren intensiv beobachtet, analysiert gemeinsam mit Michael Stifter, Leiter des Ressorts Politik und Wirtschaft, die Lage beim Augsburger Roboterbauer. Hier können Sie reinhören:

 

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Die Diskussion ist geschlossen.

13.01.2019

O Herr ,die ich rief die Geister ( Chinesen ),ich werde sie nicht mehr los. Das Stellen abgebaut werden bei Kuka war voraus zu sehen. Die Chnesen haben keine intresse das Kuka größer wird,den sie haben mehr intresse das die Roborter in China hergestellt werden. Wir Deutsche- Steuerzahler und die EU haben Millionen an Foschung für Kuka bezahlt,und die Geschäftsleitung von Kuka hat nichts anderes zu tun ,als wie die meisten Anteile von Kuka für ein Butterbro an die Chinesen zu verkaufen. Die billigen Ausreden man müsste global denken um in der Weltwirtschaft mit zu mischen,ist für mich eine Lachnummer. Kein Deutscher kann in China eine Fabrik ,aber die Chinesen so wie die Amerikaner dürfen unsere Firmen auf kaufen. Der Staat ist jetzt gefordert das unsere Arbeitplätze so wie unsere Firmen nicht ins Ausland verloren gehen. Was unsere Wirtschaftgründer mühevoll auf gebaut haben,das verkaufen heute die
jungen Firmenvorstände ,weil sie nur an sich denken und der Arbeiter ihnen am Arsch vorbei geht. Wenn wir weiter hin zu schauen wie unsere Firmen an das Ausland verkauft werden ,dann können wir uns vom Sozialstaat verabschieden. Ein Sozialstaat kann nur so gut sein ,wie unsere Wirtschaft. In Ausburg hatten wir mal große Firmen gehabt,doch die Geldgier einiger Vorstandsmitglieder dieser Firmen ist es egal ,das Augsburg hunderte von Arbeiter arbeitslos geworden sind. Das Firmen sterben in Deutschland geht weiter wenn unsere Politiker nichts dagegen tun. Früher holten wir Arbeiter aus dem Ausland, doch diese Zeiten sind vorbei, jetzt werden wir ins Ausland gehen müssen um eine Arbeit zu bekommen. In Deutschland wir über jeden Scheiss demonstriert,aber nicht das unsere Firmen ins Ausland vekauft werden. Der Name Mad in Germany wird es in Zukunft nicht mehr geben,dank korrupter Firmenleitung die nur an sich Denken

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